Der Chef der radikal-islamischen Hamas, Yahya Sinwar, ist tot.
"Der Massenmörder Yahya Sinwar, der für das Massaker und die Gräueltaten vom 7. Oktober verantwortlich war, wurde heute von IDF-Soldaten getötet", erklärte der israelische Außenminister Israel Katz am Donnerstagabend unter Verweis auf das israelische Militär.
Sinwars Identität wurde nach israelischen Angaben anhand von Zahnproben und Fingerabdrücken festgestellt. Aus Hamas-Kreisen verlautete, man prüfe die Berichte; gegenwärtig gebe es dafür keine Bestätigung von Hamas-Seite.
Reaktionen auf den Tod von Sinwar
Während in Israel der Tod des Hamas-Führers bejubelt wird, hofft die westliche Welt auf eine Wendung hin zu einem Waffenstillstand. Westliche Politiker betonten, Sinwars Tod werde die Hamas schwächen und eine politische Lösung des Konflikts erleichtern. Ministerpräsidentin Meloni etwa spricht von einer "neuen Phase", die nun eingeleitet werden müsse.
Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz zeigen sich nach dem Tod des Hamas-Führers Yahya Sinwar hingegen kämpferisch. Die iranische Vertretung bei den Vereinten Nationen (UNO) teilte mit einem Post im Kurznachrichtendienst X mit, dass nach dem Tod Sinwars "der Geist des Widerstands gestärkt werden wird". Die Hisbollah-Miliz kündigte ihrerseits eine neue Phase im Krieg mit Israel an.
Sinwar als Drahtzieher des Massakers identifiziert
Sinwar gilt als Drahtzieher des Massakers am 7. Oktober 2023, dem Auslöser des Gaza-Kriegs und der regionalen Eskalation. Bei dem brutalen Überfall hatten hunderte Kämpfer der Hamas und verbündeter islamistischer Palästinensergruppen den Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel durchbrochen. In mehreren südisraelischen Ortschaften wurden nach israelischen Angaben insgesamt 1.205 Menschen getötet und 251 als Geiseln verschleppt, überwiegend Zivilisten.
