Eiskunstlauf-Drama in Mailand: Das US-Wunderkind Ilia Malinin hat nach mehreren Fehlern in der Kür die olympische Goldmedaille bei den Winterspielen vollkommen überraschend verpasst. Der 21-Jährige patzte gleich bei mehreren Sprüngen und musste sich mit einem enttäuschenden achten Platz begnügen. Gold holte Sensations-Olympiasieger Mikhail Shaidorov aus Kasachstan. Silber sicherte sich Yuma Kagiyama aus Japan vor seinem Landsmann Shun Sato.
Malinin musste damit die erste Niederlage nach mehr als zwei Jahren einstecken – und das ausgerechnet bei Olympia. Nach dem Kurzprogramm hatte der „Vierfach-Gott“ noch geführt. Am Ende kam er auf 264,49 Punkte, Shaidorov auf 291,58 Zähler. „Ich habe es vergeigt“, sagte Malinin dem US-Sender NBC. Das sei das Erste gewesen, was ihm in den Sinn gekommen sei.
Malinin patzte beim technisch besonders anspruchsvollen vierfachen Axel, den er nur einfach sprang. Er wäre der erste Läufer in der Geschichte der Olympischen Spiele gewesen, der diesen Sprung steht.
Wenn jemand vor der Kür zu Daniel Grassl gesagt hätte, dass er danach nur einen Rang hinter Malinin liegen werde, hätte er das wohl nicht für möglich gehalten. Es kam aber genau so.
Grassl beendete den Wettkampf nach einem und anderen Unsicherheiten auf Platz neun, eben einen Rang hinter Malinin. Grassl kann sich ein bisschen mit der Bronzemedaille im Teambewerb vom Sonntag trösten.
