Tagesschau
18. Juni 2019 aktualisiert um 15:50
Wirtschaft und Arbeit

Energie

27 Gemeinden wollen keine neuen Alperia-Aktien

Das Land hat diese Woche acht Prozent der Alperia-Anteile an die Gemeindebeteiligungsgesellschaft Selfin verkauft. 27 Südtiroler Gemeinden wollen sich dennoch nicht stärker an der Landesenergiegesellschaft beteiligen.
Quelle © Ansafoto
Immerhin ein Viertel der Südtiroler Gemeinden haben sich gegen den Ankauf weiterer Alperia-Aktien ausgesprochen. Laut Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer lehnten 27 Gemeinden das Angebot ab, sich stärker an der Landesenergiegesellschaft zu beteiligen. Die Namen dieser Gemeinden, gab der Gemeindenverband nicht bekannt.

Interesse bei übrigen Gemeinden dafür stärker  

Dass die Nachfrage nicht überall bestehe, sei zwar schade, sagte Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer, "doch die Gemeinden müssen sorgsam mit ihrem Geld umgehen und Prioritäten setzen." Dafür griffen jedoch andere Gemeinden kräftiger zu. So kauften beispielsweise Vahrn, Franzensfeste, Ratschings und auch das Sarntal doppelt so viele Aktien, wie ihnen eigentlich zugestanden hätten.

Die Selfin hält nun 11,6 Prozent an der Alperia. Gemeinsam mit den Anteilen der Gemeinden Bozen und Meran kommen die Gemeinden auf 53 Prozent. Schatzer erhofft sich deshalb künftig mehr Mitsprache für die Gemeinden innerhalb von Südtirols Landesenergiegesellschaft. 

Land wollte größeres Aktien-Paket abgeben 

Eigentlich hatte das Land sogar 10 Prozent der Alperia-Anteile den Gemeinden für 100 Millionen Euro überlassen wollen. Doch da in den vergangenen Monaten das Interesse zu Wünschen übrig ließ, verkleinerte es schlussendlich das Paket. 

Für mehr als 78 Millionen Euro verkaufte das Land diese Woche acht Prozent der Alperia-Anteile an die Gemeindebeteiligungsgesellschaft Selfin. 

hase/ka

					

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