Tagesschau
05. Juni 2020 aktualisiert um 22:10
Chronik

Frankreich

Anschlag Straßburg: Der Angriff auf Antonio Megalizzi

Caterina Moser war am Dienstagabend in Straßburg mit Antonio Megalizzi unterwegs. Und entkam einem Anschlag nur knapp.
Quelle © Profilo FB Antonio Megalizzi
Antonio Megalizzi
Es sind Bilder, die nicht mehr aus dem Kopf gehen: Am Dienstagabend eröffnet ein Mann plötzlich mitten im Zentrum das Feuer und schießt in die Runde. Er sucht sich seine Opfer wahllos aus, drückt ihnen eine Pistole an die Schläfe und schreckt am Ende nicht davor zurück, auch wirklich abzudrücken. Das sind sind Bilder, die Caterina Moser wohl nicht mehr aus dem Kopf gehen. Die Trentiner Journalistin, gebürtig aus Vigo Meano, war am Dienstagabend gemeinsam mit drei Kollegen in Straßburg unterwegs.

Die Erinnerungen

In einem ersten telefonischen Interview wollte sie über die Terrornacht noch wenig sagen. Dann langsam sickert durch, was wirklich passiert ist. Sie sei Seite an Seite mit einer Kollegin aus Venedig über den Weihnachtsmarkt geschlendert als der Attentäter ihr zuerst die Pistole an den Kopf drückte. Dann ließ er aber von ihr ab und nahm ihre beiden Kollegen ins Visier, einen Mann aus Polen und Antonio Megalizzi, ihren 29-jährigen Journalistenkollegen aus dem Trentino. Bei Megalizzi drückte er ab. Caterina Moser beschreibt den Täter als eiskalt, er soll aus weniger als einem Meter Entfernung geschossen haben.

(vp)

					

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