Tagesschau
05. Dezember 2019 aktualisiert um 19:21
Chronik

Frankreich

Straßburg: Antonio Megalizzi ist tot

Der Trientner Journalist Antonio Megalizzi hat es nicht geschafft. Er erlag im Krankenhaus seiner Schussverletzung.
Quelle © TgrTrento
Antonio Megalizzi war am Dienstagabend in Straßburg vom mutmaßlichen Attentäter Cherif Chekatt angeschossen worden. Dabei wurde er am Kopf getroffen. Seither befand er sich im künstlichen Koma. Nun ist auch er seinen  schweren Verletzungen erlegen, bestätigte das Außenministerium. 

Staatspräsident Sergio Mattarella, Ministerpräsident Giuseppe Conte und der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti drückten der Familie Megalizzis und seiner Freundin ihr Beileid aus.

Gesundheitszustand von Anfang an besorgniserregend

Der Gesundheitszustand des Reporters war von Anfang an besorgniserregend. Der Attentäter von Straßburg hat ihn am Kopf getroffen, ein Operation war nicht möglich. Der Vater von Megalizzis Freundin, Danilo Moresco, erklärte heute früh auf Radio 1:

"Es geht Antonio sehr schlecht, er stirbt, wir schaffen es nicht mehr, sein Zustand hat sich verschlimmert."

Spezialisten der Turiner Universitätsklinik hatten Megalizzis Ärzten in Straßburg Hilfe angeboten, eine Hilfe, die ihr Ziel aber nicht mehr erreicht hat. Die Kugel hatte ihn an der Schädelbasis nahe der Wirbelsäule getroffen. Angeblich wegen deren schwierigen Position in der Nähe des Rückenmarks habe der Journalist nicht operiert werden können, hieß es demnach.

Megalizzi hielt sich seit einigen Tagen in Straßburg auf, um über die Sitzung des Europäischen Parlaments zu berichten. Er war für ein Netzwerk von Universitäts-Internetradios tätig, die die Sitzungen des EU-Parlaments übertragen.

Die Zahl der Todesopfer des Anschlags ist damit auf vier gestiegen. 

(pm/ka) 

					

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