Tagesschau
17. Oktober 2019 aktualisiert um 20:51
Schule

Pro & Contra

Streiken oder Schwänzen fürs Klima?

Weltweit demonstrieren freitags unzählige Schüler für eine bessere Klimapolitik, auch in Südtirol. Ist dieses Mittel das richtige für eine Veränderung?
Quelle © Rai Tagesschau
Die junge Schwedin Greta Thunberg hat vergangenen Sommer eine weltweite Protest-Welle ausgelöst. Sie begann im August 2018 damit, vor dem Parlament in Stockholm für einen stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Ihr "Schulstreik fürs Klima" fand Tausende Nachahmer in aller Welt, die 16-Jährige selbst wurde zum Gesicht der internationalen Klimaschutzbewegung. Jetzt wurde sie sogar für den Friedens-Nobelpreis vorgeschlagen. Bei den weltweit organisierten Demonstrationen am vergangenen Freitag waren in über 100 Ländern mehr als eine Million unterwegs für eine bessere Klimapolitik.

1.500 in Südtirol 

Zum zweiten Mal haben auch Südtiroler Schüler eine Kundgebung für eine bessere Klimapolitik abgehalten. Gut 1.500 von ihnen marschierten vom Bozner Landesgericht zum Magnago-Platz vor dem Landtag. Die Schülerbewegung  fordert auch hier Maßnahmen gegen den Klimawandel und warnt vor seinen Folgen: gestressten Bäumen, vermehrten Waldbränden sowie dem Schmelzen des Polareises und dem Anstieg des Meeresspiegels.

Lob und Kritik

Die Schülerdemos, die während der Unterrichtszeit stattfinden, werden von vielen gelobt, auch von Politikern. Zum Teil schließen sich Forscher und Lehrer den Schülern an. Zugleich stehen sie aber auch in der Kritik: Den Schülern wird vorgeworfen, lieber zu demonstrieren als zur Schule zu gehen. Eine Schüler-Demo in der unterrichtsfreien Zeit wird gefordert.
Siegfried Kollmann fagt daher in Pro und Contra:
Streiken beziehungsweise schwänzen für das Klima - ist das wirklich eine gute Idee?

Es diskutieren:
Ivan Gufler, Gruppe "Fridays for Future Southtyrol"
Alex Fischer, Vorsitzender des Landesbeirats der Schüler

 

					

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