Tagesschau
17. Juni 2019 aktualisiert um 19:09
Verkehr und Straßenzustand

Brennerautobahn

Drohbrief aus Rom

Um die schon sicher geglaubte A22-Konzession wird weiter verhandelt. Heute nun eine neue Drohung aus dem Ministerium
Quelle © ANSA/Maurizio Brambatti  Danilo Toninelli
Danilo Toninelli
Die Geschichte der Brennerautobahn-Konzession ist eine schier unendliche. Zuerst das Hin und Her, ob die Konzession ausgeschrieben werden muss oder nicht, und seither wird um die schon sicher geglaubte Verlängerung verhandelt. Heute nun eine neue Drohung aus dem Ministerium. 

Die Konzession zur Führung der Brennerautobahn soll neu ausgeschrieben werden, wenn es nicht rasch eine Einigung gibt. Denn laut dem Cinque-Stelle-Minister Danilo Toninelli widersprechen die jüngsten Forderungen der Region Trentino-Südtirol den Vorgaben der Europäischen Kommission.

Konkret: Südtirol und das Trentino beharren auf höhere Mautgebühren und darauf, dass die Gewinne öffentliche Projekte investiert werden. Das Verkehrsministerium dagegen pocht auf das vereinbarte Ziel, dass die Maut sinken soll - und droht deswegen jetzt auch schriftlich mit Neuauschreibung der Konzession.

Ausschreibung laut LH nicht so einfach

"Rom kann sicher nicht so einfach ausschreiben", sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher zu Rai Südtirol. "Eine Ausschreibung würde Jahre dauern und es ist ja erklärtes Ziel, dass die öffentliche Hand die Autobahn führt. Wir haben einige Mängel am Vertragsvorschlag des Ministeriums aufgezeigt, das ist nun die geharnischte Antwort. Wir werden uns an einen Tisch setzen und aufzeigen, wo das Ministerium falsch liegt."

(ka)

					

Leseempfehlungen


					

Mehr Artikel zu Verkehr und Straßenzustand