Tagesschau
20. September 2019 aktualisiert um 19:13
Chronik

Sri Lanka

Terror auf Sri Lanka: Opferzahlen steigen weiter

Zwei Tage nach den Selbstmordanschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka ist die Zahl der Todesopfer auf 310 gestiegen. Mehr als 500 Verletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen.
Quelle © Ansafoto
Nach der Anschlagsserie am Ostersonntag in Sri Lanka ist die Zahl der Todesopfer auf 310 gestiegen. In der Zwischenzeit läuft die Aufarbeitung des Terrors auf Hochtouren. Regierung und Polizei fahnden nach den Drahtziehern der Attentate, die aus militanten islamistischen Kreisen stammen sollen. Bei den Ermittlungen steht auch die Frage im Raum, warum offensichtliche Warnungen in den Wind geschlagen wurden. 

Notstand: Militär bekommt weitreichende Machtbefugnisse 

Seit heute sind in Sri Lanka Notstandsregelungen in Kraft. Staatspräsident Sirisena begründete diesen Schritt mit der Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Militär und Polizei haben mehr Befugnisse. Unter anderem dürfen sie Verdächtige ohne richterliche Überprüfung inhaftieren. Ähnliche Befugnisse wurden nach dem Ende der Bürgergkriegs vor zehn Jahren aufgehoben. 

Die Menschen im ganzen Land gedachten der Opfer der Anschläge mit drei Schweigeminuten. Die Flaggen wurden auf Halbmast gesetzt. Für den gesamten Tag heute gilt eine Staatstrauer. 

(hp) 

					

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