Tagesschau
19. September 2019 aktualisiert um 07:41
Verkehr und Straßenzustand

Morgengespräch

Brennerautobahn: Was bringt die neue Konzession

Die Konzession für die Brennerautobahn wird voraussichtlich für 30 Jahre verlängert. Geschäftsführer Walter Pardatscher sagt, was das bringt.
Quelle © Rai Tagesschau Landeshauptmann Kompatscher rechnet mit der dritten Spur innerhalb 15 Jahren.
Landeshauptmann Kompatscher rechnet mit der dritten Spur innerhalb 15 Jahren.
Die Brennerautobahn rüstet auf. Nach der Übertragung der Kompetenzen an Land und Region werden rasch Investitionen entlang der gesamten Brennerlinie getätigt. Der Geschäftsführer der Brennerautobahn, Walter Pardatscher sagte im Morgengespräch auf Rai Südtirol, viele bislang von Rom gebremste Projekte könnten jetzt angegangen werden.

Frage: Was bringt die neue Konzession?
Pardatscher: In den letzten Jahren konnten einige Investitionen nicht gemacht werden, da sie das Ministerium nicht genehmigt hat. Wenn die neue Konzession kommt, können wir mit diesen Investitionen beginnen.

Frage: 4,14 Milliarden Investitionen sind vorgesehen. Was davon wird in Südtirol verwirklicht? 
Pardatscher: Eine Besonderheit der Brennerautobahnkonzession ist, dass Beiträge für öffentliche Körperschaften vorgesehen sind. 800 Millionen Euro von diesen 4.14 Milliarden sind Beiträge für die Provinzen entlang der Brennerautobahn. Es können Projekte auch außerhalb der Autobahninfrastruktur finanziert werden. Das gilt auch für Südtirol.
Dann gibt es Lärmschutzwände. Es ist ja immer schon so gewesen, dass auf der Brennerautobahn sehr umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen sind. Und es gibt, was Südtirol anbelangt - wo die Sensibilität sicher hoch ist - neue Raststätten. Es gibt aber auch eine Vervollständigung der Autobahnausfahrt in Brixen Süd und endlich auch die Kontrollstelle für Lkw in Sterzing.

Frage: Wird also Brixen eine vollwertige Ausfahrt?
Pardatscher: In Brixen kann man derzeit nur von Norden kommend ausfahren und Richtung Norden einfahren. In Zukunft wird es möglich sein, in alle Richtungen ein- und auszufahren.

Frage: Was ist mit der Querfinanzierung des Brennerbasistunnels und der Zulaufstrecken?
Pardatscher: Die Querfinanzierung wird ausgedehnt auf alle 30 Jahre. Wir haben bereits in den letzten Jahren knapp 700 Millionen Euro auf die Seite gelegt, dazu kommt über eine Milliarde Euro in den nächsten 30 Jahren. Dieses Geld soll in den Ausbau der Schieneninfrastruktur fließen. Das war immer schon so vorgesehen, war aber technisch nicht möglich, wird jedoch in Zukunft endlich möglich sein.

(mk)

					

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