Tagesschau
27. Juni 2019 aktualisiert um 13:24
Chronik

Meran

Sind die vielen alten Bäume in der Passerstadt eine Gefahr?

Der folgenschwere Windbruch in Meran mit zwei Verletzten wirft Fragen auf. Doch Bürgermeister Rösch beruhigt.
Quelle © Rai Südtirol Tagesschau
"Wirbelsturm" war laut Bürgermeister Rösch eine Ausnahmeerscheinung
Am Dienstag Nachmittag wurden eine deutsche Urlauberin und ihr Kleinkind auf der Passer-Promenade von einer umstürzenden Aleppo-Kiefer schwerverletzt. Merans Bürgermeister Paul Rösch zeigt sich in einer ersten Reaktion bestürzt. Er drückt der Familie sein Mitgefühl aus und will das schwerverletzte Kind, wenn es ihm in der kommenden Woche hoffentlich besser geht, im Krankenhaus besuchen gehen.

8.500 alte Bäume

Der Baum stürzte während eines plötzlichen heftigen Wirbelsturms um, der mit 85 Stundenkilometern über Meran hinwegfegte. In Meran stehen mehr als 8.500 großstämmige und zum Teil sehr alte Bäume, die im öffentlichen Besitz sind. Sind sie eine große Gefahrenquelle? Nein, betont Bürgermeister Rösch. Die Bäume würden regelmäßig überprüft. Ein Mitarbeiter der Stadtgärntnerei erstelle jährlich einen Risikoplan und kontrolliere jeden Baum, der im Baumkataster erfasst sei. Dabei werde entschieden, welche Bäume gefällt werden müssen.

Kritik an Schlägerungen

Die Schlägerungen sind in der Vergangenheit immer wieder kritisiert worden, von Bürgern und von der Opposition. Doch Rösch sieht sich nach dem Unglück bestätigt. Es sei wichtig, alle Gefahrenquellen sofort zu beseitigen. Den starken Wirbelsturm vom Dienstag bezeichnet Rösch als absolutes Ausnahmeereignis. 

Rechtliche Konsequenzen

Ob das Unglück rechtliche Konsequenzen haben wird, ist noch offen. Die Staatsanwaltschaft Bozen ermittelt bereits auf der Passerpromenade für die Einleitung eines Strafverfahrens gegen die Gemeinde Meran. 
(gr)

					

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