Tagesschau
26. Juni 2019 aktualisiert um 22:06
Wirtschaft und Arbeit

Öffentlich Bedienstete

Fortschritte bei Kollektivvertragsverhandlungen

In der neuen Verhandlungsrunde ist man laut Arbeitgeberseite einen Schritt weitergekommen. Lohnanpassungen von 4,8% sind in Aussicht.
Quelle © Rai Tagesschau Die Gewerkschaften sind von der Straße an den  Verhandlungstisch zurückgekehrt.
Die Gewerkschaften sind von der Straße an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.
Die Verhandlungen zwischen Land und Gewerkschaften zum bereichsübergreifenden Kollektivvertrag für öffentlich Bedienstete sind am Mittwoch fortgesetzt worden. Generaldirektor Alexander Steiner, der die öffentliche Delegation anführt, sprach anschließend von "intensiven und konstruktiven" Verhandlungen. 

Konkrete Zahlen

Die Arbeitgeberseite machte ein konkretes Angebot hinsichtlich der Lohnanpassung für die 42.000 öffentlich Bediensteten. So sicherte sie die gesamtstaatliche Inflationsanpassung von insgesamt 3,0 Prozent für die Jahre 2019 bis 2021 zu. Hinzu soll eine zusätzliche Lohnanpassung der Grundgehälter von 1,8 Prozent für den Dreijahreszeitraum kommen. Sie trägt der lokalen Preisentwicklung im Land Rechnung und wurde vom Landesstatistik-Institut ASTAT neu ausgearbeitet. Insgesamt stellte sie also eine Lohnanpassung von 4,8 Prozent in Aussicht.

Weitere Zusagen

Neben dieser Lohnanpassung sollen künftig alle Bediensteten auch Essensgutscheine im Wert von sieben Euro pro Tag erhalten. Die Löhne für Neueinsteiger sollen angehoben werden, um die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes zu steigern.

Anwort der Gewerkschaften

Die Gewerkschaften begrüßten in einer ersten Reaktion, dass die Arbeitgeberseite endlich konkrete Zahlen vorgelegt hat. Das hätten die Gewerkschaften schon lange gefordert. Zu der in Aussicht gestellten Lohnanpassung sagte Claudio Scrinzi vom SGB/CISL, diese sei nur um 0,7 höher als das letzte Angebot von 4,1 Prozent. Die Gewerkschaftsvertreter setzten sich nach der Verhandlungsrunde zusammen und arbeiteten Gegenvorschläge aus, die bei den nächsten beiden Treffen im Juni präsentiert werden sollen.
(gr)
 

					

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