Tagesschau
26. Juni 2019 aktualisiert um 22:06
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Leichtathletik

"Ich betrüge nicht": Caster Semenya kritisiert den Weltverband

Statt sich in den Streit um erhöhte Testosteronwerte von Läuferinnen zu verbeißen, sollte sich die IAAF vielmehr um das akute Dopingproblem kümmern, kritisierte Olympiasiegerin Semenya.
Quelle © Ansa
Olympiasiegerin Caster Semenya hat den Leichtathletik-Weltverband mit drastischen Worten kritisiert. Statt sich in den Streit um erhöhte Testosteronwerte von Läuferinnen zu verbeißen, sollte sich die IAAF vielmehr um das akute Dopingproblem kümmern.

"Ich bin doch kein Idiot. Warum sollte ich Drogen nehmen? Ich bin eine saubere Athletin. Ich betrüge nicht", sagte die 28-jährige Südafrikanerin nach ihrem Sieg in einem 2.000-Meter-Rennen gestern Abend in der Nähe von Paris. "Sie sollten sich auf Doping konzentrieren, nicht auf uns", schimpfte Semenya. Sie werde niemals verbotene Substanzen nehmen.

Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen

Die IAAF hatte eine Regel eingeführt, mit der Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen festgesetzt wurden. Gegen die Bestätigung dieser Regel durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS war die zweimalige 800-Meter-Olympiasiegerin und dreimalige Weltmeisterin beim Schweizerischen Bundesgericht - der letzten Instanz - vorgegangen.

Semenya errang einen Teilerfolg und darf bis auf weiteres auch wieder auf Strecken zwischen 400 und einer Meile (1.609 Meter) antreten. Nach dem Sieg in Montreuil betonte sie, bei der WM im September ihren Titel über 800 m verteidigen zu wollen. Die Weltklasse-Läuferin bekräftigte auch, sich keinesfalls einer Hormonbehandlung zu unterziehen.

(apa)

					

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