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16. Dezember 2019 aktualisiert um 07:41
Sport

FISI

Neuwahlen beim Südtiroler Wintersportverband

Der Vorstand des Südtiroler Wintersportverbandes muss neu gewählt werden. Das Berufungsgericht der Fisi erklärte die letzte Wahl für ungültig.
Quelle © Rai Tagesschau
Der Südtiroler Wintersportverband FISI wird unter kommissarische Verwaltung gestellt. Das Berufungsgericht der Fisi annullierte die Wiederwahl von Hermann Ambach zum Präsidenten vor gut einem Jahr. Das Gericht folgt damit einem Urteil des höchsten Sportgerichts des CONI. Der SSV Pfalzen hatte rekurriert und in letzter Instanz Recht bekommen. Ambach war zum Präsidenten erklärt worden, obwohl er nicht die dafür nötigen 55 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Binnen drei Monaten muss der Vorstand des wichtigsten Sport-Landesverbandes neu gewält werden.

Die Vorgeschichte

Hermann Ambach hatte bei der Wahl des FISI Präsidenten im Juni 2018 durch die Vollversammlung 53 Prozent der Stimmen erhalten. Ambach war zuvor bereits über zwei Amtszeiten Präsident. Für eine dritte Amtszeit benötigt ein Kandidat für das Präsidentenamt laut Statut des Wintersportverbandes jedoch mindestens 55 Prozent der Stimmen. Die Vorsitzende der Vollversammlung Gabriella Paruzzi hatte aus diesem Grund die Wahl des Präsidenten im Vorjahr annulliert. Diese 55-Prozent-Regel gelte jedoch nur für den nationalen Verband, argumentieren die Anhänger von Hermann Ambach. Nach weiteren Gesprächen wurde diese Auslegung angenommen und Ambach aufgrund seiner absoluten Mehrheit bei der Wahl als Präsident bestätigt. Der SSV Pfalzen hatte die Präsidentschaft daraufhin wieder angefochten, um Rechtsklarheit zu schaffen. Das oberste Sportgericht gab dem Rekurs der Pfalzner in Teilen recht. Die Frage, ob die 55 Prozent Hürde auch für die Wahl eines regionalen FISI Präsidenten gilt oder nur für die des nationalen Präsidenten, war an das Berufungsgericht der Fisi zurückverwiesen worden. 

(mk/fm)

					

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