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16. Dezember 2019 aktualisiert um 07:41
Sport

Schwimm-WM in Südkorea

Zwei Bozner bei der Schwimm-WM

Schwimmer Stefano Ballo und Wasserspringer Maicol Verzotto möchten bei der WM in Gwnadju punkten und das Ticket nach Tokio lösen.
Quelle © Rai Tagesschau Maicol Verzotto
Maicol Verzotto
Acht Startplätze gibt es für das Synchronspringen vom 3-m-Brett bei den Olympischen Spielen in gut einem Jahr in Tokio. Ein Platz ist den Gastgebern vorbehalten, bleiben also sieben. Einen dieser sieben wollen auch Tania Cagnotto und ihre Partnerin Francesca Dallapè, die bekanntlich in Rio 2016 Olympiasilber gewonnen haben. Cagnotto/Dallapè wollen das Ticket beim Weltcup im Februar nächsten Jahres lösen. Bei der WM sind die beiden nicht dabei. Sie sind nach der Babypause noch nicht so weit. Der Haken an der Geschichte: Die ersten drei der WM lösen vorzeitig das Olympiaticket. Sind darunter auch die amtierenden Europameisterinnen Elena Bertocchi und Chiara Pellacani, dann kann sich Cagnotto ihre sechste Olympiateilnahme abschminken. Pro Nation darf in Tokio nämlich nur eine Paarung an den Start gehen.

Cagnotto ist in Gwangdju nicht dabei, dafür zwei andere Bozner. Schwimmer Stefano Ballo und Wasserspringer Maicol Verzotto. Ballo ist im Gegensatz zu Laura Letrari - auch sie fehlt in Gwnadju - relativ unbekannt. Der Bozner hat die WM-Qualifikation mit der 4 x 200-m-Freistil-Staffel geschafft. Ballo ist zwar schon in Südkorea, die Schwimm-Wettkämpfe beginnen jedoch erst am 21. Juli. Ballo ist am 26. Juli an der Reihe.

Die erste Woche eines der weltweit wichtigsten Sportereignisse dieses Sommers steht im Zeichen der Wasserspringer. Und in Abwesenheit von Tania Cagnotto ist Maicol Verzotto mit seinen 31 Jahren eine Art Kapitän der italienischen Mannschaft. Für ihn ist es bereits die schste WM-Teilnahme.

Verzotto startet gleich in drei Bewerben. Am Samstag Früh im Mixed-Sychronspringen vom Turm mit Noemi Batki, eine Woche später im Mixed-Sychronspringen vom 3-m-Brett mit Elena Bertocchi und im Einzel vom Turm. Trotz gewonnener EM-Medaillen in beiden Mixed-Bewerben: Verzottos Hauptaugenmerk liegt nicht auf diesen beiden Disziplinen. Der Grund liegt auf der Hand. Mixed-Bewerbe sind noch nicht olympisch. Sein wichtigster Wettkampf ist deshalb der Einzelwettkampf vom Turm am Freitag nächster Woche. Schafft er es ins Finale der besten 12, würde sich Verzotto direkt für die Olympischen Spiele qualifizieren. Dieses Ziel ist allerdings nur sehr schwer erreichbar. Wahrscheinlicher wäre da schon eine Qualifikation im kommenden Frühjahr, wenn die restlichen Plätze vergeben werden.

Tokio ist jedenfalls das große Ziel von Verzotto. Es wären seine zweiten Olympischen Spiele nach Platz 27 in Rio. Und wohl auch ein schönes Karriereende.
 
(mk)  

					

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