Tagesschau
21. August 2019 aktualisiert um 07:24
Chronik

Finanzwache

Illegale rituelle Schlachtungen: 200 kg Fleisch beschlagnahmt

Auf einem Hof im Sarntal entdeckten Beamte der Finanzwache einen illegalen Schlachthof. Schafe wurden nach muslimischem Ritual geschlachtet.
Quelle © Finanzwache Bozen
Die Finanzpolizei von Bozen hat im Sarntal einen illegalen Schlachthof dicht gemacht. Die Beamten beschlagnahmten 200 Kilogramm Fleisch von Schafen, die laut Angaben der Beamten für das Islamische Opferfest dieser Tage geschlachtet worden waren. Die Tiere waren gemäß dem muslimischen Ritual für „Halal-Fleisch“ geschlachtet worden. Dabei werden die Schafe ohne Betäubung mit einem speziellen Messer mit einem einzigen großen Schnitt quer durch die Halsunterseite getötet.

Blutverschmierte Männer mit Messern

Die illegalen Schlachtungen wurden auf einem Hof durchgeführt. Die Beamten der Finanzwache beobachteten aus einem Versteck in der Nähe des Gebäudes, dass an der Hofstelle immer wieder mehrere Fahrzeuge Waren abtransportierten. Als sie in den Hof eindrangen, standen dort zwei blutverschmierte Männer mit Messern in den Händen, die gerade dabei waren ein Schaf zu schlachten. Der Hof war schmutzig und entsprach nicht den hygienischen Mindestanforderungen.

200 Kilogramm Schafsfleisch beschlagnahmt

Bei der Durchsuchung des Hofes entdeckten die Beamten elf Schafskadaver, insgesamt wurden 200 Kilogramm Fleisch beschlagnahmt. Die toten Schafe wurden zur Aufbewahrung in den Schlachthof Bozen gebracht. Der Hof war weder für die Schlachtung zugelassen, noch geschahen die Schlachtungen unter Kontrolle eines Tierarztes. Der Besitzer des Hofes, ein italienischer Staatsbürger, sowie drei Marokkaner die am illegalen Schlachthof arbeiteten, müssen sich wegen Tierquälerei und wegen Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz verantworten.

(fm)

					

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