Tagesschau
30. März 2020 aktualisiert um 19:00
Chronik

Ein Hotel für Alleinerziehende

Der Grödner Hotelier Ralph Riffeser will es wissen. Er errichtet am Gardasee ein Hotel für Alleinerziehende. Sie sind die neue Zielgruppe, auf die er setzt.
Quelle © Rai Tagesschau
In Gröden führt Ralph Riffeser das „Cavallino Bianco“, von 2013 bis 2016 zum weltbesten Familienhotel gekürt. Am Gardasee will er ab sofort all jene bewirten, die von der Familie bzw. Ehe oder dem Ex-Partner genug haben.

"Für Alleinerziehende ist ein Familienhotel ein Frustort"
Ralph Riffeser, Grödner Hotelier

Denn: Immer öfters verreist nur mehr Mama oder Papa mit den Kindern und diese wollen kein Familienhotel, sondern ganz was Besonderes, weiß Ralph Riffeser. „Wir haben unsere Gäste sehr gut beobachtet. Eigentlich ist unser Familienhotel in Gröden ja eine Beziehungsanstalt für Familien. Es kommen aber immer wieder Urlauber zu uns, die unglücklich sind, weil ihre Beziehung zerbrochen ist und genau diese Menschen suchen nach etwas anderem. Für Alleinerziehende ist ein Familienhotel ein Frust-Ort, da fühlen sie sich benachteiligt“.

Hotel soll bei Sirmione entstehen

Den Ort für sein Hotel für Alleinerziehende hat Ralph Riffeser bereits gefunden. Er beschreibt diesen Platz nicht nur als magischen Ort, sondern wählt dafür auch ganz besondere Worte: „Es ist die Punta Grò bei Sirmione. Wir haben dort 270 Grad Seeblick. Es ist eine Oase, fast schon eine verträumte Prinzessin, die wachgeküsst werden wollte. Schauen wir mal was daraus wird“.

Denn: Noch steht das Hotel nicht, einiges ist auf dem Weg dahin noch zu erledigen. „Vieles was uns versprochen wurde, ist nicht eingehalten worden. Dann hat es Neuwahlen gegeben, wir sind noch lange nicht am Ziel. Aber wir geben nicht auf“, betont der Grödner Hotelier.

"Ich bin nicht der klassische Grödner, der nur das Geld vor Augen hat..."
Ralph Riffeser, Grödner Hotelier

Ralph Riffeser setzt  auf Mund-Propaganda, um sein neues Hotel zu bewerben, sobald es eingeweiht ist. Auch das „Mutterhaus“ in Gröden, so nennt Ralph Riffeser das „Cavallino Bianco“ soll bei der Vermarkung helfen. Möglicherweise steigen dort zukünftige Kunden ab, die später nicht mehr nach Gröden, sondern an den Gardasee fahren.
Der Grödner Hotelier Ralph Riffeser.Der Grödner Hotelier Ralph Riffeser.
Auf die Wirtschaftlichkeit angesprochen, betont Ralph Riffeser. „Ich bin nicht der klassische Grödner, der nur das Geld vor Augen hat. Mir geht es um die Mission“. Dass das neue Hotel am Gardameer, das noch einige Hindernisse zu meistern hat, auch wirtschaftlich sein sollte, verneint er nicht.

Das Morgengespräch  mit dem Grödner Hotelier Ralph Riffeser in voller Länge können Sie hier nachhören.

(joi/ge)

					

Leseempfehlungen


					

Mehr Artikel zu Chronik