Tagesschau
18. Jänner 2022 aktualisiert um 10:52
Chronik

Mordversuch Branzoll: „Ein Voodoo-Kult könnte eine Rolle spielen“

Heute ist der Nigerianer, der vorgestern am Bahnhof von Branzoll seine ehemalige Lebensgefährtin beinahe zu Tode geprügelt und gestoßen haben soll, vom Haftrichter angehört worden.
Quelle © Rai Tagesschau Tatort: Der Bahnhof in Branzoll
Tatort: Der Bahnhof in Branzoll
Haftrichter Primo Schönsberg bestätigte anschießend die Haft. Thomas Schnitzer, der Verteidiger des Angeklagten, sagte, sein Mandant sei in schlechter Verfassung. Der 25-Jährige, der am Tatort nackt aufgefunden wurde, habe laut seiner Einschätzung psychische Probleme, erklärte der Anwalt. 
Thomas Schnitzer, Anwalt des nigerianischen Angeklagten.Thomas Schnitzer, Anwalt des nigerianischen Angeklagten.
Auf die Frage nach dem Motiv für die brutale Tat, meinte Thomas Schnitzer: „Das Motiv ist sehr schwierig. Der Angeklagte hat sehr schwerwiegende Probleme, wahrscheinlich mentaler Natur. Es könnte ein nigerianischer Voodoo-Kult eine Rolle spielen“, so Gschnitzer. 

Voodoo, oder, wie es in Nigeria spezifisch heisst: Juju. Das ganze ist ein spirituelles Glaubenssystem mit befremdlichen Praktiken, das Bestandteil des Glaubens an Hexerei in Westafrika ist. 

Die ehemalige Lebensgefährtin des Nigerianers hat bei der Tat lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Die Ärzte enthielten sich nach ihrer Einlieferung ins Bozner Krankenhaus der Prognose.

(joi)

					

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