Tagesschau
07. Dezember 2019 aktualisiert um 07:28
Politik und Institutionen

Mals

Konkrete Chance für "Bioregion Obervinschgau"

Der Streit von Mals scheint beigelegt. Der Bürgermeister von Mals, Ulrich Veith, zeigt sich mit dem Kompromiss einverstanden. Den Worten müssen jetzt aber auch Taten folgen, so Veith.
Quelle © Rai Tagesschau Wird Mals künftig das Zentrum einer
Wird Mals künftig das Zentrum einer "Bioregion Obervinschgau"?
Wenn der Ankündigung einer "Bioregion Obervinschgau" jetzt tatsächlich konkrete Taten folgen werden, dann sei man am Ziel, sagt der Malser Bürgermeister Ulrich Veith gegenüber Rai Südtirol. Eine "Bioregion Obervinschgau" sei genau das, was man erreichen wollte, so Veith. Der Bürgermeister von Mals zeigt sich jedenfalls gesprächsbereit und nimmt den Kompromissvorschlag an.

Das kleine „gallische“ Dorf

Lange war darüber gestritten worden. Klage folgte auf Klage. Der Grund: Als Folge einer Volksbefragung hatte Mals ein Pestizidverbot für das Gemeindegebiet erlassen. Das Verwaltungsgericht in Bozen hatte diese Verordnung über die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln für nichtig erklärt. Auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) erklärte die geltenden EU-Regeln für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln für völlig ausreichend.

Die Friedenspfeife

In Mals wollte man aber nicht nachgeben und eine Anfechtung des Urteils vor dem Staatsrat prüfen. Doch dann kam Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler mit einem Friedensangebot. In einem offenen Brief an den Malser Bürgermeister Ulrich Veith ersuchte Schuler, auf weitere Gerichtsverfahren zu verzichten.

Im Gegenzug versprach Schuler gemeinsam den Oberen Vinschgau, mit besonderem Augenmerk auf die Landwirtschaft, aber nicht nur, weiterzuentwickeln. Konkret nennt Schuler die Möglichkeit der Entwicklung einer BIO-Region Obervinschgau als durchaus „interessante Idee“.

Diese Idee scheint jetzt auch Ulrich Veith zu gefallen.

(cb/az)

					

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