Tagesschau
12. Dezember 2019 aktualisiert um 20:02
Umwelt

Südtirol

M49 offiziell verschollen

Die Suche nach dem Problembär M49 wurde eingestellt. Der Bär gilt als unauffindbar. Zuletzt war der Bär im Trentino unterwegs.
Quelle © ANSA
Es war im August, als sich fast ganz Südtirol nicht mit dem Wolf, sondern mit dem Bären beschäftigt hatte. Damals war der Problembär M49 in unserem Land unterwegs und sorgte für entsprechende Beunruhigung.

Die Suche

Mehrere Wochen lang hatten Förster und Jäger rund um das Jochgrimm nach dem Tier gesucht, nachdem ein Wanderer ihn dort gesehen hatte. Die Suche nach dem Bären gestaltete sich auch deshalb als schwierig, weil M49 nicht mit einem Sender ausgestattet war.
 
Laut Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler wäre M49 von den Südtiroler Behörden fast eingefangen worden. Allerdings konnte der Bär entwischen. Fachleute gehen jetzt davon aus, dass sich der Bär aktuell schon im Winterschlaf befindet und somit die Suche sinnlos ist. 

Die neuerliche List des Bären kam für die Politik nicht ganz ungelegen. Im Trentino gab es kein geeignetes Gehege. Umweltminister Costa hatte einen Abschuss des "Medienstars" untersagt.

Italienweites Symbol

M49 war im Juli aus einem eingezäunten Gehege südlich von Trient ausgebrochen. Nachdem der Bär mehrere Bienenstöcke zerstört und auch Nutztiere getötet hatte, war das Tier in Trentino zum Abschuss freigegeben worden. Landeshauptmann Maurizio Fugatti hatte Ende Juli die entsprechende Verordnung unterzeichnet. Umweltminister Sergio Costa von den Cinque Stelle hingegen hatte sich strikt gegen den Abschuss ausgesprochen. Er hatte dem Bären sogar einen Namen gegeben: Papillon nach dem Ausbrecherkönig. M49 klinge mehr nach einem Kriegsgerät als nach einem Lebewesen, sagte Costa damals.

Zuletzt war der Bär in Cles am Nonsberg, im Trentino, gesichtet worden.

(cb)

					

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