Tagesschau
23. Oktober 2020 aktualisiert um 20:38
Chronik

Vinschgau

Snowboarder stirbt im Skigebiet Sulden unter einer Lawine

Ein Mann aus Deutschland wurde beim Fahren abseits der Piste verschüttet. Er konnte nach langer Suche nur mehr tot geborgen werden.
Quelle © Seilbahnensulden  Eine  Variantenabfahrt im Skigebiet Sulden wurde einem deutschen Urlauber zum Verhängnis
Eine Variantenabfahrt im Skigebiet Sulden wurde einem deutschen Urlauber zum Verhängnis
Tragisch endete der Weihnachtsurlaub in Sulden für ein deutsches Urlauberpaar. Die beiden waren am späten Vormittag auf den Pisten des Skigebietes Sulden unterwegs, als der Mann beschloss, mit dem Snowboard im freien Gelände zwischen den Liften Schöntauf 1 und Schöntauf 2 abzufahren. Die Frau blieb auf der Piste.
Als ihr Begleiter nicht am vereinbarten Treffpunkt eintraf, schlug sie Alarm.

Zunächst machte sich der Pistendienst der Finanzwache auf die Suche nach dem Mann. Man ging davon aus, dass er sich aufgrund der schlechten Sicht verirrt hatte. Als die Männer des Pistendienstes ihn nicht finden konnten, alarmierten sie schließlich die Bergrettung. Olaf Reinstadler von der Bergrettung Sulden berichtet von einer schwierigen Suche.

„Der Wind hatte die Spuren des Vermissten an der Stelle, wo er die Piste verlassen hatte, verwischt. Daher war es schwierig, seinen Weg nachzuvollziehen.“

                                                                                         Bergretter Olaf Reinstadler

Erst nach längerer Suche entdeckten die Bergretter im Bereich, wo der Mann vermutet wurde, auf rund 3 000 Metern Seehöhe einen Lawinenkegel. Diesen suchten sie ab. Schließlich konnten sie den Mann orten und bergen. Für den Verunglückten kam jede Hilfe zu spät. Seit der Alarmierung waren rund dreieinhalb Stunden vergangen.

Im Einsatz stand auch der Rettungshubschrauber Pelikan 2. Wegen der schlechten Witterung konnte er aber nicht zur Unglücksstelle aufsteigen.
 
(sf)

					

Leseempfehlungen


					

Mehr Artikel zu Chronik