Tagesschau
07. Dezember 2019 aktualisiert um 07:28
Politik und Institutionen

UNO

Klimagipfel hat mit klaren Worten begonnen

"Krieg gegen die Natur", mit diesen Worten hat UN-Generalsekretär Guterres den Klimagipfel in Madrid eröffnet. Guterres sieht die Welt am Wendepunkt.
Quelle © Pixabay Wie schaut die Erde nach dem Klimawandel aus?
Wie schaut die Erde nach dem Klimawandel aus?
Klare Worte für eine entschlossene Klimapolitik sind zu Beginn der 25. UN-Klimakonferenz in Madrid zu hören gewesen. Von einem "Krieg gegen die Natur", der beendet werden müsse, sprach etwa UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Montag vor Vertretern aus fast 200 Ländern.

Der UN-Generalsekretär mahnte, die Welt stehe an einem "Wendepunkt" und sollte nun umsteuern hin zu einem "Weg der Entschlossenheit und der dauerhaften Lösungen" - man stehe vor der Wahl zwischen "Hoffnung und Kapitulation", sagt Guterres ​zu den Teilnehmern der COP25 (Conference of the Parties), zu der am Montag auch rund 40 Staats- und Regierungschefs zählten.

Wollen wir wirklich als die Generation in Erinnerung bleiben, die den Kopf in den Sand steckte, die herumbummelte, während die Erde in Flammen stand?

Antonio Guterres


Was immer noch fehlt, sei der politische Wille, sagte Guterres mit Verweis auf die Länder mit den höchsten CO2-Emissionen. Guterres nannte die Länder nicht beim Namen. China, Japan, Kanada und Australien schickten keine ranghohen Vertreter zur Eröffnung der Konferenz. Die US-Regierung entsandte eine einfache Diplomatin. Die oppositionellen US-Demokraten waren hingegen durch die einflussreiche Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, vertreten.

Was bleibt vom Gipfel?

Das Konferenz-Motto lautet "Tiempo de actuar" - "Zeit zu handeln". Anführen sollten diese Handlungen die Europäer, so der der Regierungschef des Gastgeberlandes Spanien, Pedro Sanchez, denn man trage eine historische Verantwortung für die Erderwärmung die Bürger forderten dies auch.

Umweltorganisationen drängten darauf, dass in Madrid zumindest ein paar große Emittenten eine Anhebung ihrer Klimaschutzziele fest zusagen. Weitere Knackpunkte der auf zwölf Tage angesetzten Verhandlungen sind Hilfen für die Entwicklungsländer bei der Bewältigung klimabedingter Schäden sowie konkrete Regeln zur Einbeziehung des Emissionszertifikatehandels in die internationalen Klimaschutzbemühungen und somit den Abschluss des Artikel 6 des "Paris Rulebooks".

Den Konferenzvorsitz hat Chile mit seiner Umweltministerin Carolina Schmidt. Wegen der Unruhen in Chile sprang aber Spanien kurzfristig als Gastgeberland ein. Erwartet werden rund 29.000 Teilnehmer, darunter auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg. Sie wird nach ihrer Überfahrt über den Atlantik am Dienstag in Lissabon eintreffen und von dort nach Madrid weiterreisen.

(cb/apa)

					

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