Tagesschau
22. Jänner 2020 aktualisiert um 18:03
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Die Neujahrswünsche der Wirtschaftsexperten: ein Crash

Wirtschaftsexperten in Europa warnen vor der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Darunter der Buchautor Matthias Weik.
Quelle © pixabay Der Geldcrash kommt, meinen die Buchautoren
Der Geldcrash kommt, meinen die Buchautoren
Matthias Weik und Marc Friedrich sind anerkannte Wirzschaftsexperten und überzeugte Schwarzseher. Aber sie stehen mit ihren dunklen Prognosen nicht alleine da. Der erste Warnruf kam von ehemaligen Direktoriumsmitglieder der EZB in einem Memorandum. Jetzt setzte der ehemalige EZB-Chefvolkswirt Ottmar Issing nochmals nach und sagte, die aktuelle Geldpolitik der EZB sei gefährlich.
Buch: der größte CrashBuch: der größte Crash

Der größte Crash aller Zeiten

Der Titel des jüngsten Buches von Matthias Weik und Marc Friedrich ist Warnung und Programm zugleich. Es ist das vierte Buch der beiden Stuttgarter Ökonomen, und es hat einiges an beunruhigenden Thesen in sich. So warnen Weik und Friedrich unverhohlen vor dem Zusammenbrauch unseres Finanz- bzw. Wirtschaftssystems.

Die Welt wird nicht untergehen. Aber vielleicht wird sie gerechter. Wir brauchen ein reinigendes Gewitter. (Matthias Weik, Buchautor)

Buchautor Mathias WeikBuchautor Mathias Weik

Viele Gründe für die Krise

Gründe für diese Prognose gibt es mehrere, so Weik. Zum Beispiel, weil der weltweite Schuldenberg wächst, weil globale Zwänge zunehmen, wegen des Brexits, wegen der Sozialstreiks in Frankreich und wegen unberechenbarer Politiker wie Trump. Und wegen einer wenig überzeugenden Euro-Währung.

Der Euro funktioniert nicht. In der Medizin ist es so: Wenn ein Medikament nicht funktioniert, wird es vom Markt genommen und nicht die Produktion erhöht. (Matthias Weik, Buchauor)

Erfolg mit der Pleite

Gerade wurde die zehnte Auflage des Buches von Weik und Friedrich gedruckt. Dabei treffen die beiden Autoren den Nerv der Zeit. Ihre Theorie ist eine von vielen - und wird auch kritisiert. Ihr Tipp für den Umgang mit den dunklen Prognosen ist ein praktischer:

Geld gehört überall hin, aber nicht auf ein Konto. Weil jeder weiß, dass das Geld auf dem Konto nicht einem selbst gehört, sondern der Bank. Man ist Gläubiger der Bank. Und wenn die Bank in Schieflage gerät, ist das Geld einfach weg. (Matthias Weik, Buchautor)

Zeit zum Nachdenken ist laut Weik und und Freidrich übrigens nicht viel. Denn geht es nach ihren Prognosen, kommt der Crash spätestens im Jahr 2023.

Das gesamte Gespräch mit Buchautor Matthias Weik können Sie hier nachhören - und zwar eine Woche lang, es ist das Morgengespräch vom 17. Dezember.

(zb/ge)

					

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