Tagesschau
09. Dezember 2021 aktualisiert um 06:07
Chronik

Berufungsgericht

Mordfall Obrist: Gericht bestätigt 30 Jahre Haft

Das Oberlandesgericht hat das erstinstanzliche Urteil für Rabih Badr bestätigt: die Verurteilung zu 30 Jahren Haft.
Quelle © Rai Tagesschau  Das Mordopfer: Marianne Obrist
Das Mordopfer: Marianne Obrist
Für Rabih Badr bleibt es, wie es war. Er muss für 30 Jahre ins Gefängnis. Das aOberlandesgericht bestätigte das Urteil der ersten Instanz. Ausschlaggebend für dei Entscheidung des Gerichts war die Grausamkeit der Tat.

Marianne Obrist war am 22. August 2017 tot in ihrer Wohnung in Brixen Milland aufgefunden worden. Ihr Lebensgefährte, Rabih Badr, verständigte die Rettungskräfte und behauptete, die Frau sei gestürzt. Die Autopsie aber zeigte: Obrist war am Abend des 21. August mit einem stumpfen Gegenstand zu Tode geprügelt worden und innerlich verblutet. Wenig später wurde ein Baseballschläger in der Wohnung beschlagnahmt. Er gehörte dem Lebensgefährten und wies Blutspuren auf. Der Marokkaner wurde daraufhin wegen dringenden Mordverdachts verhaftet.

Am 22. Dezember 2017 gestand Badr, seine Lebensgefährtin getötet zu haben. Als Tatmotiv gab er Eifersucht an.

Knapp ein Jahr nach dem Geständnis wurde Rabih Badr am Landesgericht Bozen wegen mehrfach erschwerter vorsätzlicher Tötung zu 30 Jahren Haft verurteilt.

Bereits nach dem Verfahren hatten die Verteidiger von Badr angekündigt, in Berufung gehen zu wollen.

(pm) 
 

					

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