Tagesschau
27. Jänner 2022 aktualisiert um 22:31
Chronik

Coronakrise

Wo gibt es die meisten Coronavirus-Fälle? Die genauen Zahlen

Bei 166 Positiv-Getesteten legt der Sanitätsbetrieb erstmals die Zahlen zu den Corona-Fällen in den Gemeinden offen.
Quelle © Pixabay
Ins Grödner Tal heraus oder hinein kommt man im Moment nicht ohne Kontrollen. Das hat auch seinen Grund. Immerhin zählen die drei Gemeinden zusammen die meisten Coronavirus-Fälle Südtirols – nämlich 30. Weitere 130 Personen befinden sich zwischen Wolkenstein, St. Christina und St. Ulrich in Isolation.

Es seien jetzt besondere Kontrollen notwendig, sagt der Generaldirektor des Sanitätsbetriebs, Florian Zerzer. "Kontrollen im Grödner Tal haben gezeigt, dass die Menschen verantwortungsbewusst umgehen. Wir haben niemanden mit Fieber oder mit Symptomen gefunden. Das macht uns zuversichtlich, dass wir die Coronavirus-Kurve etwas abschwächen können."

Es ist nicht Gröden allein

Doch es ist nicht nur das Grödner Tal besonders betroffen. Bozen zählt 24 Infektionen und 132 Personen in Isoaltion. In Meran gibt es sieben Fälle, in Brixen sechs. Besonders viele Menschen befinden sich zwischen Welschnofen, Deutschnofen und Kastelruth in Isolation.

"Was man in Hinblick auf die Verteilung sagen kann, so ist die mit Vorsicht zu bewerten ist", sagt Zerzer. "Sie beinhaltet nicht die Leute, die sich potenziell angesteckt haben und dann nach Hause gefahren sind. Da denke ich an Urlauber aber auch an Mitarbeiter, die nach dem Ende der Saison nach Hause gefahren sind."

Es gibt aber auch Urlauber aus Mailand, Triest oder Padua, die in Südtirol positiv getestet wurden. Bei 15 Personen wisse man die genaue Herkunft nicht, bestätigt Zerzer.

In diesen Tagen und Wochen ganz besonders unter Beobachtung stehen laut Zerzer Gröden sowie einzelne Gemeinden im Hochpustertal und im Unterland, und auch die Landeshauptstadt Bozen.

Besondere Maßnahmen in den Krankenhäusern

Besondere Maßnahmen gelten auch für alle sieben Südtiroler Krankenhäuser. Dort heißt es: "Ausgänge reduzieren, nur einen Aus- und Eingang offen lassen mit Fiebermessung", sagt der Generaldirektor des Sanitätsbetriebs. "Es darf keinen unkontrollierten Eingang mehr geben. Dasselbe gilt für Pre-Triage-Stellen im ganzen Land, das soll dafür sorgen, dass Verdachtsfälle nicht in die Erste Hilfe kommen und damit unser Personal gefährden."

Nun muss sich zeigen, ob die Maßnahmen Wirkung zeigen, und die Infektionszahlen zu sinken beginnen.

(hase)

					

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