Tagesschau
01. Dezember 2020 aktualisiert um 06:21
Politik und Institutionen

Coronavirus

Coronavirus: 58 Bewohner, 54 Mitarbeiter in Seniorenheimen positiv getestet

Die prekäre Lage in Seniorenwohnheimen und die Verteilung des Schutzmaterials standen in der täglichen Pressekonferenz im Fokus.
Zunächst nahm der Landeshauptmann Stellung zu den aktuell gemachten Coronavirus-Tests und den aktuellen Zahlen. Er verwies darauf, dass nun fünf Südtiroler Intensivpatienten in Tirol behandelt werden. 300.000 Schutzmasken und 3.000 Schutzanzüge gehen laut Landeshauptmann Kompatscher nach Tirol. Die Hälfte der ersten Lieferung über die Luftbrücke werde an die andere Provinzen in Norditalien weitervermittelt. Der Bedarf des Gesundheitsbetriebes sei aber für die nächsten Tage gedeckt. 

Verteilung erfolgt nach Priorität

Die erste Hilfslieferung werde derzeit an Krankenhäuser, Seniorenwohnheime und besonders sensible Strukturen verteilt. In einem zweiten Schritt erfolge dann die Verteilung an besonders sensible Berufe wie Apotheken oder Verkäuferinnen und Verkäufer in Lebensmittelgeschäften.

Die Lage in den Seniorenwohnheimen 

In den 77 Seniorenwohnheimen stehen laut Landesrätin Waltraud Deeg 4.440 Betten zur Verfügung. 4.300 Senioren werden dort von mehr als 6.000 Pflegehelfern versorgt. Im Großteil der Heime funktioniere die Heimversorgung gut. Der Verband der Seniorenwohnheime habe die heikle Lage sehr schnell erkannt. Mit 4. März seien die sozialen Kontakte sehr stark eingeschränkt worden. Auf Freiwillige wird seitdem verzichtet. Auf Neuaufnahmen müsse derzeit aufgrund der Lage verzichtet werden. Es sei ein Kampf gegen die Zeit, aber nun stehe neue Schutzkleidung Verfügung. Deeg dankte allen Pflegern und auch dem Hauspflegedienst. Dort seien 250 Mitarbeiter täglich unterwegs 1350 Menschen seien.

Seniorenwohnheime: Die aktuellen Zahlen 

58 Senioren in den 77 Heimen in Südtirol sind laut der Direktorin im Amt für Senioren und Sozialsprengel positiv getestet worden und werden dort versorgt. Vier Heimbewohner mit Covid-19 seien derzeit in Krankehäusern. Fünf seien bislang verstorben. 278 Heimbewohner werden derzeit isoliert, weil sie in Kontakt mit Infizierten waren oder Symptome aufweisen.
Der Krisenstab sei bemüht, Isolierbetten und die nötige Schutzkleidung zur Verfügung zu stellen.

Seniorenwohnheime: Die Mitarbeitersituation

54 Mitarbeiter in Seniorenwohnheimen sind laut Direktorin Waldner positiv auf Covid19 getestet worden, 44 in Quarantäne. Diese Situation könne sich aber sehr schnell ändern, unterstrich Brigitte Waldner. Die Situation sei sehr ernst, der Krisenstab sei aber unermüdlich in Einsatz.

(ka)
 

					

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