Tagesschau
13. August 2020 aktualisiert um 21:56
Gesundheit

Südtirol

Fünf Mitarbeiter im Krankenhaus Brixen Corona-positiv

Fünf Mitarbeiter des Krankenhauses Brixen sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Krankenhaus bleibt geöffnet, bestätigte Gesundheitslandesrat Thomas Widmann.
Quelle © Creative Commons Am Krankenhaus Brixen sind Fälle von Ansteckung mit dem Coronavirus aufgetreten.
Am Krankenhaus Brixen sind Fälle von Ansteckung mit dem Coronavirus aufgetreten.
Fünf Mitarbeiter des Krankenhauses Brixen sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Zwei haben sich bei Patienten angesteckt, drei weitere positiv Getestete waren das Ergebnis der Folgeuntersuchung an 50 Mitarbeitern. 

Das Krankenhaus bleibt geöffnet, bestätigte Gesundheitslandesrat Thomas Widmann auf Anfrage von Rai Südtirol. Alle Dienste bleiben aufrecht.

Verdacht weit größerer Infektion nicht bestätigt 

Es habe der Verdacht bestanden, dass sich wesentlich mehr Mitarbeiter infiziert hätten. Laut Widmann hat sich dieser Verdacht glücklicherweise nicht bestätigt. Er forderte dringend alle auf, sämtliche Vorschriften zu befolgen und in Kontakt mit Menschen, besonders im Krankenhaus, äußerst vorsichtig zu sein. Der Fall zeige, wie schnell das Gesundheitssystem kollabieren könne.

Derzeit 77 positive Tests

Die Zahl der positiv getesteten Personen steigt unterdessen weiter an. Mittlerweile wurden 77 Personen im Land positiv auf das Coronavirus getestet. Damit ist die Zahl von 52 positiv getesteten Fällen seit Dienstag um 25 angestiegen. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb (Sabes) teilt zudem mit, dass bisher 500 Tests an rund 250 Personen durchgeführt wurden.  

Insgesamt 44 an Covid-19 erkrankte Personen werden stationär im Krankenhaus betreut, der Großteil davon in der Infektiologie im Krankenaus von Bozen. Fünf Patienten befinden sich in der Intensivstation des Krankenhauses Meran. 

In häuslicher Isolation sind rund 350 Personen. 17 Personen, die positiv getestet wurden, aber keine Symptome aufweisen, sind derzeit in der in Quarantäne und zwar in dem für diesen Zweck bereitgestellten Gebäude in Gossensaß.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb passt seine Bettenplanung, sowohl jene für ordentliche wie auch intensivmedizinische Aufnahmen, Schritt für Schritt den Erfordernissen an. Derzeit ist die Situation gut unter Kontrolle.

 

Bei Auftreten von Symptomen nicht den Hausarzt oder die Notaufnahme aufsuchen

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb erinnert daran, dass bei Auftreten von grippeähnlichen Symptomen der Hausarzt angerufen werden soll. Besteht der Verdacht, dass ein enger Kontakt zu einer infizierten Person stattgefunden hat, ist die häusliche Isolation zu wahren. Auch bei leichtem Fieber, grippeähnlichen Symptomen und Erkältung ist es angeraten, bis zur vollständigen Genesung zu Hause zu bleiben.

Hygienerichtlinien einhalten

Um einer Ansteckung zuvorzukommen, ist es wichtig, die Hygienerichtlinien einzuhalten, das heißt vor allem: mehrmaliges, gründliches Händewaschen am Tag, große Menschenansammlungen vermeiden und in persönlichen Kontakten einen Abstand von mindestens einem Meter einhalten.

Grüne Nummer nicht überlasten

Seit Montag verfügt die Grüne Nummer 800 751 751 über 6 Leitungen, vier Ärzte und zwei weitere Fachkräfte sind im Einsatz. Täglich können 800 Telefonate beantwortet werden. Dennoch kommt es zu Wartezeiten. Daher gilt es bei Fragen, zunächst den Hausarzt anzurufen. 

(ka)

					

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