Tagesschau
24. September 2020 aktualisiert um 07:29
Gesundheit

Corona-Krise

Nicht dringende Gesundheitsdienste ausgesetzt

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat nicht dringende Facharztvisiten und andere medizinische Leistungen vorübergehend ausgesetzt. Die Bürger werden kontaktiert, Strafen für nicht abgesagte Termine gibt es nicht.
Quelle © Ansa
Aufschiebbare fachärztliche Erstvisiten, Kontrollvisiten, Operationen und diagnostische Leistungen in Südtirols Krankenhäusern werden bis voraussichtlich 6. April 2020 ausgesetzt. Das hat der Südtiroler Sanitätsbetrieb beschlossen. Dringende und klinisch notwendige Leistungen werden auf jeden Fall weiterhin garantiert.

Ziel der Maßnahme ist, Publikumsverkehr zu reduzieren. Dies beugt möglichen Neuinfektionen mit Coronavirus vor - sowohl für die Nutzer der Dienste als auch für das ärztliche und Pflegepersonal und die stationären Patienten der Krankenhäuser.

Vorgemerkte Termine aufgeschoben

Wenn Personen im Zeitraum bis zum 6. April 2020 eine Leistung mit Priorität P (programmierbar - programmate) oder D (aufschiebbar - differibili) vorgemerkt haben, werden sie kontaktiert. Ausgenommen sind geburtshilfliche, onko-hämatologische, onkologische und pädiatrisch-onkologische Visiten und Kontrollvisiten für Therapiepläne wie alle anderen klinisch dringend notwendigen Leistungen.

Ein Anruf oder eine Terminverschiebung über die Einheitliche Landesvormerkzentrale ist nicht nötig. Auch die Verwaltungsstrafen für nicht abgesagte Visiten sind für diesen Zeitraum ausgesetzt. Termine in privaten Gesundheitseinrichtungen bleiben hingegen unter Einhaltung aller Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen weiterhin aktiv.

Regeln bei Impfungen

Im Bereich Impfungen ist Folgendes zu beachten: Geschlossen sind die Reisemedizin, die Erwachsenenimpfungen, Impfgespräche und Auffrischungen von Impfungen im Kindesalter. Gewährleistet werden die ersten Impfungen im Kindesalter bis zu fünf Jahren, Flüchtlingsimpfungen, Führerscheinvisiten, Impfungen für Patienten mit Risikopathologien und Impfungen von schwangeren Frauen.

Ebenso werden alle programmierten Visiten des Dienstes für Sportmedizin bis auf Weiteres abgesagt. Aufrecht bleibt ein Notdienst für dringende Leistungen (z.B. nicht-aufschiebbare Visiten für Feuerwehr und/oder verschiedene Blaulicht-Organisationen u.a.).

(lpa)

					

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