Tagesschau
14. Juli 2020 aktualisiert um 21:12
Wirtschaft und Arbeit

Tourismus

Alle Hotels und Skigebiete sollen wegen Corona ab Mittwoch schließen

Wegen der Corona-Krise sollen alle Südtiroler Hotels und Skigebiete die Wintersaison vorzeitig beenden und ab Mittwoch schließen. Das ist vorerst allerdings nur eine Empfehlung.
Quelle © Rai Südtirol Alle Südtiroler Skigebiete schliessen wegen Corona am Mittwoch.
Alle Südtiroler Skigebiete schliessen wegen Corona am Mittwoch.
Die Tourismuswirtschaft zieht die Reißleine, nachdem zuletzt viele Südtirol-Urlauber nach ihrer Heimkehr nach Deutschland positiv auf Corona getestet wurden: Ab Mittwoch sollen alle Hotels in Südtirol und alle Skigebiete schließen. Noch ist das nur eine Empfehlung, doch der Präsident des Hoteliers und Gastwirteverbands (HVG), Manfred Pinzger, geht davon aus, dass sich alle 5.000 Mitgliedsbetriebe daran halten. Laut Pinzger war die Entscheidung schwierig, allerdings habe sich die Situation in den letzten 48 Stunden extrem zugespitzt. Auch der Präsident der Seilbahnen, Helmut Sartori, geht davon aus, dass sich alle Skigebiete der Empfehlung anschließen. 

Mit der vorzeitigen Schließung sollen Gäste und Tourismus-Mitarbeiter geschützt werden. Zudem soll mit dieser Maßnahme verhindert werden, dass auch Südtirol zur Roten Zone erklärt wird, heißt es inoffiziell. Die Empfehlung zur Schließung gilt vorerst bis 3. April. Die Hotels werden in den kommenden Stunden alle Gäste informieren. In manchen Gebieten Südtirols wäre die Wintersaison sowieso in zwei bis drei Wochen zu Ende gewesen, nur in den höhergelegenen Skigebieten hätte die Saison bis etwa Mitte April gedauert. 

Landeshauptmann Arno Kompatscher sprach von einer sehr lobenswerten Vorgangsweise und einer wichtigen Entscheidung. Das Wohl der Einheimischen und Gäste habe oberste Priorität. Kompatscher kündigte ein Paket mit finanziellen Hilfen für alle Bereiche an, die davon betroffen seien. 

Der Südtiroler Bauernbund trägt die Entscheidung des HGV mit. Es habe noch nie eine so schwierige Entscheidung für den Tourismus gegeben, sagte Esther Mutschnlechner von den Privatzimmervermietern. 
(vv)

					

Leseempfehlungen


					

Mehr Artikel zu Wirtschaft und Arbeit