Tagesschau
24. September 2020 aktualisiert um 07:29
Wirtschaft und Arbeit

Dieselfahrverbot Euro 4

LVH fordert Aufschub

Fahrverbote sollen auf 2023 verschoben werden. Viele Handwerker könnten sich derzeit keinen neuen Furhpark leisten.
Quelle © pixabay
Ab dem 1. Jänner 2021 sollen in Bozen keine Diesel-Euro-4-Fahrzeuge mehr verkehren. Dieses Datum treibt vielen Handwerkbetrieben schon die Schweißperlen ins Gesicht.

„Hochrechnungen zufolge müssten Handwerksunternehmen mehrere Tausend Fahrzeuge austauschen.“

LVH-Vizepräsident Hannes Mussak
Der Zeitpunkt für die Erneuerung des Fuhrparks könnte laut Mussak kaum schlechter gewählt sein. Aufgrund der Coronakrise haben viele Betriebe ihre Tätigkeit erst seit kurzem wieder aufgenommen. Einige Sektoren müssen gar erst noch die Arbeitserlaubnis abwarten. Wirtschaftlich und finanziell werde das Jahr 2020 kein einfaches werden.

„Die Handwerksunternehmen können jetzt nicht tausende Euros in einen neuen Fuhrpark investieren.“ Hannes Mussak.

 
Der LVH spricht sich deshalb für einen Aufschub aus. Die Fahrverbote sollten erst ab dem Jänner 2023 greifen. „Da wir nicht genau wissen, wie sich die wirtschaftliche Situation bis Ende des Jahres entwickelt, herrscht große Planungsunsicherheit. Deshalb sind wir für jegliche Schritte zur Unterstützung der Wirtschaftstreibenden dankbar“, sagt Mussak.

					

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