Tagesschau
26. September 2020 aktualisiert um 20:36
Gesundheit

Coronavirus

WHO: Keine baldige Virus-Ausrottung

Laut der Weltgesundheitsorganisation müssen wir noch länger mit dem Coronavirus leben. Vor allem in Nord- und Südamerika breitet sich das Virus weiter aus.
Quelle © Ansa
Eine baldige Ausrottung des neuen Coronavirus ist nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht in Sicht. "Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben", sagte Nothilfekoordinator Mike Ryan am Donnerstagabend in Genf. Man werde in absehbarer Zukunft nicht in der Lage sein, das Virus auszurotten.

Ryan rief die Länder weltweit auf, alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen einzusetzen, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Dazu gehöre auch, im Notfall Bars oder Clubs vorübergehend wieder zu schließen oder die Zahl der Besucher zu begrenzen.

Kritische Lage in den USA

In den USA haben sich inzwischen mehr als vier Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstagabend (Ortszeit) hervorging, wurden binnen 24 Stunden mehr als 76.000 neue Infektionsfälle registriert. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA auf 4.032.430.

Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität um 1225 auf insgesamt mehr als 144.000 Fälle. Erst am 8. Juli war in den USA die Marke von drei Millionen nachgewiesenen Infektionen überschritten worden. In nur gut zwei Wochen kamen damit eine Million Fälle hinzu.

Wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus sagte US-Präsident Donald Trump den Nominierungsparteitag seiner republikanischen Partei in Florida ab.

Angespannte Lage auch in Brasilien

Nach den USA ist Brasilien derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Das Gesundheitsministerium meldete am Donnerstagabend (Ortszeit) 59.961 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt wurden in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas damit bisher 2.287.475 Fälle registriert.

84.082 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen, da in Brasilien nur wenig getestet wird.

(cb/apa)

					

Leseempfehlungen


					

Mehr Artikel zu Gesundheit