Tagesschau
12. August 2020 aktualisiert um 20:44
Wirtschaft und Arbeit

Mailand

Milliardenschwere Bankenfusion auf der Zielgeraden

Intesa Sanpaolo will in den kommenden Tagen die UBI Banca aus Bergamo "schlucken". Daraus entstünde die siebtgrößte Bank der Eurozone.
Quelle © Ansa/Matteo Corner Intesa Sanpaolo will UBI Banca großteils schlucken.
Intesa Sanpaolo will UBI Banca großteils schlucken.
Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat mit ihrem milliardenschweren Übernahmeangebot für die UBI Banca offenbar Erfolg. Die Aktionärsvereinigung gab ihren erbitterten Widerstand auf und kündigte am an, Intesa ihren 19-prozentigen Anteil anzudienen. Durch die Fusion der beiden italienischen Banken entstünde die siebtgrößte Bank der Eurozone.

70 Prozent der Anteile bis Donnerstag

Der Erfolg des 4,1 Milliarden Euro schweren Angebots hängt davon ab, dass Intesa mindestens 50 Prozent an der Bank aus Bergamo erhält. Am Montagabend hatte sich Intesa bereits 43,5 Prozent gesichert. Insider zeigten sich zuversichtlich, dass Intesa bis zum Auslaufen des Offerts am Donnerstag mindestens 70 Prozent der Anteile bekommen werde. Bei Überschreiten der Zwei-Drittel-Schwelle kann Intesa bei der UBI Banca durchregieren.

Lange Verhandlungen

Die Bank aus Bergamo ist vor allem im wirtschaftsstarken Norden aktiv, wo vorwiegend vermögendere Kunden sitzen. Sie hat sich erbittert gegen eine Übernahme gewehrt und auch das Mitte Juli erhöhte Offert der Turiner Rivalin als unzureichend bezeichnet. Die Aktionäre erhalten nun je UBI-Aktie 1,7 Intesa-Anteilsscheine sowie 57 Cent in bar.

Jobgarantien gegeben

Die Aktionärsvereinigung CAR, die das Offert lange Zeit als feindlich und unzureichend kritisiert hatte, begründete ihre Kehrtwende unter anderem mit Jobgarantien für UBI-Mitarbeiter. Mehrere CAR-Mitglieder, die zusammen 10,9 Prozent der UBI-Anteile halten, hatten schon zuvor angekündigt, ihre Anteile an Intesa Sanpaolo anzudienen.

(apa/fm)
 

					

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