Tagesschau
10. August 2020 aktualisiert um 18:24
Wirtschaft und Arbeit

Pandemie

Tscherms: Fünf positive Tests vor Hüttenlager

Bürgermeister Pernthaler ist verärgert, weil ihm der Sanitätsbetrieb die Namen noch nicht übermittelt hat. Er will die Bevölkerung warnen.
Quelle © Gemeinde Tscherms
In Tscherms sind im Vorfeld eines Hüttenlagers im Rahmen der Sommerbetreuung fünf Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bürgermeister Roland Pernthaler ist verärgert, weil ihm der Sanitätsbetrieb die Namen der Betroffenen nicht bekanntgibt. Er will die Bevölkerung warnen.

Von 20 Tests 5 positiv

Bürgermeister Roland Pernthaler kann bisher nur Eines bestätigen: Im Vorfeld eines Hüttenlagers im Rahmen der von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit Jugenddienst und Jungschar angebotenen Sommerbetreuung wurden fünf Personen positiv getestet. Die Liste mit den Namen habe er allerdings nicht. Wahrscheinlich handle es sich um Jugendliche und vielleicht um einen Betreuer oder auch nur einen Jugendliche und dessen Familie. Derzeit könne er nur vermuten. Er sei zwar in Kontakt mit dem Amtsarzt, aber die Privacy lasse die Weitergabe von Daten nicht zu. Genau diese Unwissenheit als erster Bürger des Dorfes ärgere ihn.  
So habe er keine Chance, die Leute im Dorf zu warnen, und dass in einem Dorf nahezu jeder und jede mit jedem Kontakt habe, verstehe sich von selbst. 

"Ich kann nicht das ganze Dorf unter Quarantäne stellen."

(Roland Pernthaler  Bürgermeister, Tscherms)

Die Kritik Pernthalers am Sanitätsbetrieb ist ziemlich deutlich. Es dauere viel zu lange, bis er die nötigen Daten erhalte. Denn in ein oder zwei Tagen könne sich das Virus enorm verbreiten, zumal wenn es sich um Jugendliche handle. Die Sommergrippe grassiere und Halskratzen, Schnupfen und Husten seien gerade bei Schwimmbad-Besuchen an der Tagesordnung. "Soll nun jeder oder jede bei solchen Symptomen getestet werden?", fragt sich Pernthaler außerdem.

Der Bürgermeister von Tscherms ist überzeugt, man muss mit Coivd-19 leben lernen. Die akute Phase sei vorbei und nun gehe es darum, den Umgang mit Covid-19 anders an zu gestalten als bisher: Offensiv, aber nicht panisch.

Hier stimmt Pernthaler mit den Aussagen des Bürgermeisters von Terlan, Klaus Runer, überein. Runer hat aufgrund der Unruhe in der Bevölkerung nach Bekanntwerden einer Infektion bei den Terlaner Schützen die Bekanntgabe der Namen der Betroffenen verlangt, um eventuelle Kontakte besser nachvollziehen zu können.

(ka)

					

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