Tagesschau
20. April 2021 aktualisiert um 22:21
Wirtschaft und Arbeit

​Großraubtiere

EU hält am Wolfsschutz fest

Die Europäische Union denkt nicht an eine Aufweichung des Schutzes für den Wolf. Sie setzt weiter auf Herdenschutz und Entschädigung.
Quelle © Flickr Die EU rückt vom strengen Wolfsschutz nicht ab.
Die EU rückt vom strengen Wolfsschutz nicht ab.
Die EU wird nicht am strengen Schutz der Wölfe rütteln. Das stellte Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius in einer aktuellen Anfragebeantwortung unmissverständlich klar. "Wolfsfreie Zonen" werde es in den Alpen nicht geben. Es gäbe ausreichend Möglichkeiten zum Herdenschutz und zudem finanzielle Entschädigungen. Jeder Abschuss eines "Problemwolfes" müsse einzeln geprüft werden.

Die Bauern müssen mit dem Wolf zurechtkommen und vermehrt auf Herdenschutz umstellen. Daran lässt der EU-Umweltkommissar keinen Zweifel. Er beantwortete mehrere Anfragen von Europa-Parlamentariern aus Österreich mit einem klaren "Nein". Sie hatten sich erkundigt, ob wolfsfreie Zonen im Alpenraum möglich seien. Damit bestätigt der EU-Umweltkommissar die bisherige Gangart.

Naturschutzschutzorganisation hatten seit Langem das Konzept alpiner "wolfsfreier" Zonen als absurd bezeichnet. Sie argumentieren, dass sich wandernde Tierarten wie der Wolf nicht an willkürliche Zonen-Einteilungen halten.

Ausgegangen waren die Anfragen von einem "Problemwolf" im Salzburger Pongau, der mindestens 24 Schafe gerissen hatte. Weil Naturschützer Beschwerde gegen seinen Abschuss eingereicht hatten, muss das Verwaltungsgericht Salzburg nun über seinen Abschuss entscheiden.

(ni/pm) 

					

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