Tagesschau
26. September 2020 aktualisiert um 20:36
Chronik

Bahn auf 1700 Metern

Schienen unterm Langkofel: Gröden könnte weiter verbaut werden

Grödner Naturschützer übergeben 3000 Proteststimmen an den Landeshauptmann. Doch der Landtag will die Cunfin-Böden nicht grundsätzlich schützen.
Quelle © Rai Tagesschau Schienen auf der Nordwestseite des Langkofels: Geplante Zahnradbahn durch Wald und Bergwiesen
Schienen auf der Nordwestseite des Langkofels: Geplante Zahnradbahn durch Wald und Bergwiesen
Grödner Naturschützer haben heute Landeshauptmann Kompatscher eine Unterschriftensammlung überreicht. "Mit einer klaren Botschaft", wie die Naturschützer sagen. "Die Cunfin-Böden sollen in ihrer Unversehrtheit erhalten bleiben, und zukünftig soll die Ausweisung des Gebietes als Naturpark angestrebt werden."

Die Gruppe “Nosc Cunfin” versucht mit rund 3000 Proteststimmen eine geplante Zahnradbahn zwischen den Skianlagen von Saltria und Mont de Pana zu verhindern. Für das Verkehrsprojekt in unverbautem Gelände unterhalb des Langkofels und des Plattkofels wurde vom Gemeinderat in St. Christina und vom Gemeinderat in Kastelruth eine Machbarkeitsstudie beschlossen. 

Die Cunfin-Böden erstrecken sich zwischen 1700 und 1900 Metern Meereshöhe.   

"Die geplante Trasse würde durch ein Trinkwasserschutzgebiet verlaufen", sagen die Umweltschützer, "das unerschlossene Gebiet ist Rückzugs- und Erholungsort für Tiere und Menschen, und die Verbindung würde dem Massentourismus mit all seinen negativen Folgen weiter Vorschub leisten". 

Das sieht die Mehrheit des Südtiroler Landtages anscheinend anders: ein Beschlussantrag der Grünen mit dem Titel “Nein zur Verbindung Monte Pana - Seiser Alm” wurde heute von der Mehrheit abgelehnt. 

(lb) 

					

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