Tagesschau
25. Oktober 2020 aktualisiert um 21:00
Gesundheit

Hochpustertal

Infektionsherd Sexten: Waren Feiern schuld?

Zwei fröhliche Abende könnten die Auslöser für den Infektionsherd in Sexten sein. Gewissheit gibt es keine, aber Einiges weist darauf hin.
Quelle © Rai Tagesschau  In Sexten machen Gerüchte zu möglichen Infektionsherden die Runde.
In Sexten machen Gerüchte zu möglichen Infektionsherden die Runde.
Das was man gemeinhin „gemütliches Beisammensein“ nennt, könnte der Auslöser für den Infektionsherd in Sexten sein. 103 Infektionsfälle werden aus Sexten gemeldet und es gibt ziemlich hartnäckige Gerüchte darüber, wo der explosionsartige Anstieg seinen Ausgang genommen haben könnte.

Die Nachwahlbesprechung ohne Abstand

Da war einmal der 24. September. Drei Tage nach der Gemeindewahl hatten sich SVP-Gemeinderäte im Rathaus getroffen, um das Ergebnis zu analysieren und das weitere Vorgehen zu besprechen. Irgendwann verlagerte man die Sitzung ins Gasthaus. Dort, das gab Bürgermeister Thomas Summerer gegenüber RAI Südtirol offen zu, habe man den Fehler gemacht, nicht auf Abstände und Maskenpflicht zu achten. Fünf positiv getestete Gemeindepolitiker, darunter auch der Bürgermeister selbst, waren die Folge.  

Der Abschied von der Helmbahn

Corona-Gerüchte gibt es auch rund um den letzten Betriebstag der alten Helmbahn. Das war der 27. September. Die Betreibergesellschaft habe eine große Abschiedsparty im Restaurant am Helm organisiert, wird behauptet.  Dem widerspricht der Geschäftsführer der 3 Zinnen AG Mark Winkler energisch. Es sei kein Fest organisiert worden. Zwar habe man das Ansinnen an ihn herangetragen, er habe es aber auch mit Verweis auf die Corona-Richtlinien abgelehnt.

Viele Menschen trafen am Helm aufeinander

Laut Winkler wollten dann einfach viele Menschen ein letztes Mal die Bahn nutzen und die sind am Berg und im Restaurant aufeinandergetroffen.  Die Drei Zinnen AG habe, was die Bahn betrifft, alle Corona Regeln eingehalten. Die allgemeinen Corona Richtlinien würden selbstverständlich auch für das sehr weitläufige Restaurant gelten, betont Winkler

Infektionsherd möglich aber nicht erwiesen

„Dass sich rund um diesen letzten Tag der Helmbahn ein Infektionsherd gebildet hat, kann angenommen werden, ist aber nicht nachgewiesen“, sagt Winkler. Und weiter: „Was stimmt ist, dass mehrere Personen die am 27. anwesend waren, später positiv getestet wurden. Es wurden aber auch viele, die dort waren, negativ getestet“.
 
Wer genau am 27. September am Helm war, und ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden möglichen Infektionsherden gibt, ist nicht bekannt.  
 
(sf)
 
 
 
 
 

					

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