Tagesschau
15. April 2021 aktualisiert um 07:56
Wirtschaft und Arbeit

Italien

Conte: „Heuer kein Skiurlaub“

Bei Lilli Gruber auf La7 schiebt Ministerpräsident Conte dem Skitourismus einen Riegel vor. Und macht gleichzeitig Hoffnung in Sachen Impfung.
Quelle © Ansa Ministerpräsident Giuseppe Conte in
Ministerpräsident Giuseppe Conte in "Otto e mezzo" auf La7

In einem während der Coronakrise selten gewordenen Auftritt in einer TV-Sendung hat Ministerpräsident Giuseppe Conte über geplante Coronamaßnahmen der Regierung gesprochen. In der Sendung „Otto e mezzo“ der gebürtigen Südtiroler Journalistin Lilli Gruber auf La7 hat Conte auf die Coronazahlen sowie auf die Regelungen für Weihnachten und darüber hinaus geblickt.
 
„Wir dürfen nicht riskieren, dass sich die Tage um Ferragosto wiederholen. Das heißt: Alle sozialen Treffen und Feiern, die normalerweise rund um Weihnachten und um den Jahreswechsel üblich sind, sind diesmal nicht möglich“, sagte Conte in der TV-Sendung.

"Sicherheitsprotokolle sind das eine, aber das was mit dem Winter- und Skitourismus einhergeht, ist nicht kontrollierbar."
Giuseppe Conte, Ministerpräsident 


Auch das Thema Skigebiete und Wintertourismus sprach der Ministerpräsident an: „Wir können uns heuer keinen Skiurlaub zu Weihnachten leisten“, sagte Conte. Und in Richtung der Kritik von Skigebietsbetreibern und Regionen, die auf konkrete Regelungen und Sicherheitsprotokolle pochen sowie Perspektiven einfordern, meinte er klar: „Sicherheitsprotokolle sind das eine, aber das, was mit dem Winter- und Skitourismus einhergeht, ist nicht kontrollierbar. Da sind wir auf Linie mit unseren europäischen Partnern, etwa mit Deutschland oder Frankreich. Es braucht einheitliche Regeln, aber generell gilt: Ein baldiger Skiurlaub ist heuer einfach nicht möglich. Das können wir uns nicht erlauben.“

Den Touristikern, aber auch dem Handel sowie allen Unternehmen und Freiberuflern inklusive den Kulturschaffenden versprach Conte weitere Unterstützung. 

Optimistisch blickte Giuseppe Conte auf die Covid-19-Impfung sowie auf die Coronahilfen aus dem Recovery Fund. „Ungarn und Polen werden ihre aktuelle Haltung überdenken und die Vernunft walten lassen“, sagte Conte angesichts der Blockade der beiden früheren Ostblock-Staaten.

"Ich werde mich impfen lassen."

Mit Blick auf den Corona-Imfpstoff sagte Conte: „Ich glaube, dass wir in Italien Ende Jänner einen ersten Impfstoff haben. Wir werden niemanden verpflichten, aber wir werden Empfehlungen aussprechen. Ich werde mich auf jeden Fall impfen lassen“, so Conte.
 
Ansa/hp

					

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