Tagesschau
01. Dezember 2020 aktualisiert um 22:05
Gesellschaft

Rechtsextremer Terror

Studie: Rechtsextreme bilden neue Bewegung

Laut einem Bericht des deutschen Außenministeriums entsteht gerade ein transnationaler und apokalyptisch gesinnter Block von Rechtsextremen. Die Corona-Pandemie begünstige diese Bildung.
Quelle © Ansafoto
Eine Studie im Auftrag des Auswärtigen Amts warnt vor gewaltorientierten Rechtsextremen. Die Szene agiere und vernetze sich zunehmend international, sagte Außenminister Maas der „Welt“. Um mit den Partnern besser gegen rechtsterroristische Strukturen vorgehen zu können, habe man das Thema in EU und UNO auf die Agenda gesetzt und werde es weiter intensiv verfolgen, wird Maas von Deutschlandfunk zitiert.

Laut Deutschlandfunk hat die Studie dem Bericht zufolge die Verbindungen von gewaltorientierten Rechtsextremen in Deutschland, den USA, Frankreich und Großbritannien sowie in zwei skandinavischen Ländern untersucht. Demnach ist seit 2014 eine neue führerlose, transnationale, apokalyptisch gesinnte, gewaltorientierte rechtsextreme Bewegung entstanden.

Corona hilft Rechtsextremen bei der Mobilisierung 

Die Corona-Pandemie ermögliche es Rechtsextremen, ihre Mobilisierungsbemühungen rund um regierungsfeindliche Verschwörungsmythen auszubauen, mit denen die aktuellen Beschränkungen kritisiert werden sollten. Die Szene versuche auch, die Debatte über einen Corona-Impfstoff auszunutzen, um Impfgegner für ihre Zwecke einzuspannen, so der Deutschlandfunk-Bericht.

hp 

					

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