Tagesschau
13. August 2022 aktualisiert um 17:07
Wirtschaft und Arbeit

Tourismus

Hoteliers stellen sich hinter Bettenstopp

Die Landesregierung plant eine Obergrenze für den Tourismus. Der Hoteliers- und Gastwirteverband stellt sich hinter diese Entscheidung.
Quelle © Pixabay Wohnen wie im Freien, ist ein Trend in der Hotellerie.
Wohnen wie im Freien, ist ein Trend in der Hotellerie.
Vor dem Ausbruch des Coronavirus kannte die Hotellerie in Südtirol vor allem eine Entwicklung: Die Entwicklung nach oben. Immer wieder wurden Rekordzahlen gemeldet. Der Boom war so groß, dass sich im Land schon Widerstand gegen einen überbordenden Fremdenverkehr regte.

Auf dieses Unbehagen reagiert die Landesregierung nun offenbar. Sie will eine Bettenobergrenze. Der Rekordsommer 2019 soll diese Obergrenze bilden: Über 33 Millionen Nächtigungen wurden damals verzeichnet.  

Doch was sagen die direkt von dieser Entscheidung Betroffenen?

Der Hoteliers- und Gastwirteverband HGV hält eine Höchstgrenze bei den Nächtigungszahlen in Südtirol für den richtigen Weg gegen den Übertourismus im Land. Laut HGV-Präsident Manfred Pinzger hat Südtirols Tourismus-Branche im Jahr 2019 erkannt, dass man mit über 33 Millionen Nächtigungen an eine Grenze gelangt sei. Der HGV sei von der Landesregierung in die Diskussion miteinbezogen worden. Die Details seien aber noch nicht ausgehandelt.

"Für uns ist natürlich schon klar, dass es auch in der Zukunft natürlich Spielräume vor allem für bestehende Betriebe braucht. Wir müssen auch den jungen Leuten Perspektiven geben. Es muss die Möglichkeit geschaffen werden auch in Zukunft, dass Betriebe auf eine rentable Größe ausbauen können. Jedoch brauchen wir keine großen Bettenburgen mehr. Die, die da sind, machen es gut, aber es hat alles seine Grenzen."

ni/pm

					

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