Tagesschau
14. August 2022 aktualisiert um 19:03
Gesundheit

Corona-Impfuing

​Reihenfolge wird abgeändert

Laut Zivilschutz-Chef Curcio gibt es künftig nur mehr ein Kriterium für die Impfreihenfolge: das Geburtsjahr.
Quelle © ANSA Mit gutem Beispiel voran: Zivilschutz-Chef Fabrizio Curcio
Mit gutem Beispiel voran: Zivilschutz-Chef Fabrizio Curcio
500.000 Impfungen am Tag – das ist das Ziel der Regierung Draghi. Davon ist man noch ein Stück entfernt. Schuld daran ist laut Fabrizio Curcio auch die komplizierte Impf-Reihenfolge, die in manchen Regionen vorgesehen sind: Lehrer, Polizisten, Menschen mit Beeinträchtigung – sie alle sind geimpft worden oder sollen es noch werden. Doch diese Listen zu erstellen ist aufwendig und zeitraubend, erklärte Fabrizio Curcio in einem Interview mit dem Corriere della Sera. Dies soll nun geändert werden.

„Künftig zählt einzig und alleine das Geburtsjahr.“ 

Fabrizio Curcio, Zivilschutzchef Italien

So soll auch verhindert werden, dass es Schlauberger gibt, die sich in den Impflisten vordrängen. In Südtirol sind zum Beispiel schon Eurac-Mitarbeiter und das Verwaltunspersonal der Universität geimpft.

Impf-Hotspot

Der Zivilschutzchef will Impfhotspots in jeder großen Stadt einrichten. Dafür stehen italienweit bis zu 200.000 freiwillige Helfer zur Verfügung. Curcio ärgert sich, dass die Lieferungen der EU nicht immer eingehalten werden, das verursache weitere Verzögerungen. „Bis Monatsende werden aber über 4 Millionen Impfdosen geliefert werden“, versicherte Curcio.

Impf-Statistik

Mit Stand 24. März haben in Italien 8,3 Millionen Menschen eine Corona-Impfung erhalten. 2,4 Millionen wurden sogar schon zweimal geimpft. Insgesamt wurden rund 5 Millionen Frauen und 3,3 Millionen Männer geimpft. Alleine über 3,5 Millionen Über-80-Jährige wurden geimpft. Erstaunlich die zweitgrößte Gruppe sind die 40 bis 59-Jährigen (ca, 3 Millionen.). Dabei wurde am häufigsten der Impfstoff von BioNTech-Pfizer verwendet (6,6 Millionen) vor AstraZeneca (2,4 Millionen).

Aosta vor Südtirol

Impfprimus ist Aosta (92 Prozent der erhaltenen Dosen wurden verimpft), vor Südtirol (90 Prozent) und Kampanien (88 Prozent). In Südtirol sind jetzt fast 80 Prozent der Ü-80 geimpft. Damit ist die Warteliste abgearbeitet, teilte der Sanitätsbetrieb mit.

(pt)

					

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