Tagesschau
20. Oktober 2021 aktualisiert um 20:21
Politik und Institutionen

Südtirol

Lockerungen ab Mitte April

Ministerpräsident Draghi will die Ausgangsbeschränkungen in zwei Wochen lockern. Südtirol möchte dann den Gastronomiesektor wieder öffnen.
Quelle © HGV Auch die Gastronomen hoffen auf baldige Lockerungen
Auch die Gastronomen hoffen auf baldige Lockerungen
Ministerpräsident Mario Draghi hat für die zweite Aprilhälfte Lockerungen in Aussicht gestellt. Auf der Staat-Regionen-Konferenz sagte Draghi, dass Italien ein Zeichen der Hoffnung und des Aufschwungs brauche. Gleichzeitig sei es das Ziel, bis Juli durch einen Ausbau der Impfkampagne Herdenimmunität zu erreichen. 

Öffnen nach Ostern wieder Restaurants?

Auf eine möglichst baldige Lockerung hofft auch Südtirol. Nach Ostern müssten die Gebiete, die aufgrund ihrer Corona-Daten als "gelbe Zone" einstufbar seien, auch die Regeln der "Gelben Zonen" anwenden dürfen, verlangte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Videokonferenz.

Konkret fordert Südtirol, dass wieder Bewegungen über die Gemeindegrenzen hinaus erlaubt werden und auch die Öffnung der Bars und Restaurants bis 18 Uhr. Das hatte auch der Hoteliers- und Gastwirteverband HGV gefordert.

Negativbeispiel Vorarlberg

In Vorarlberg hat man mit der Öffnung von Bars und Restaurants negative Erfahrungen gemacht, trotz strenger Auflagen. 

Als Modellregion und einziges österreichisches Bundesland durfte Vorarlberg vor zwei Wochen die Lokale wieder aufgesperren, damals wegen konstant niedriger Infektionszahlen. Für Bars und Restaurants galten aber strenge Auflagen: Gäste mussten einen negativen Coronatest vorweisen, zwischen den Tischen mussten mindestens zwei Meter Abstand herrschen und Sperrstunde war um 20 Uhr.

Dennoch hat sich die Zahl der Neuinfektionen seit der Öffnung der Gastronomie fast verdoppelt, allerdings wurde auch mehr getestet.

Vor der Öffnung der Lokale vor zwei Wochen lag die Wocheninzidenz in Vorarlberg bei 66, jetzt liegt sie bei 128. Das entspricht einer Steigerung um 94 Prozent.

Mehr Impfdosen

Gemeinsam mit den anderen Präsidenten der Regionen forderte Kompatscher die Regierung in Rom auch auf, die größtmögliche Zahl an Impfdosen zu organisieren. So war angekündigt worden, dass Grenzregionen wie Südtirol wegen der Coronavirus-Varianten mehr Impfstoff erhalten sollten. Für Italien wären 550.000 Impfdosen vorgesehen.

Der außerordentliche Corona-Kommissar, General Francesco Paolo Figliuolo, versprach die entsprechende Anfrage Südtirols berücksichtigen zu wollen.

cb/vv/mk/hp

					

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