Tagesschau
12. April 2021 aktualisiert um 08:11
Gesundheit

Impfstoff

Fast 400.000 Dosen des Astra-Zeneca-Impfstoffs beschlagnahmt

Impfstoff der Charge ABV 5811 ist in ganz Italien aus Vorsorge beschlagnahmt worden. Auch in Südtirol wurden Dosen dieser Lieferung verimpft.
Quelle © Ansafoto
Die Sondereinheit der Carabinieri für Gesundheit und Hygiene (NAS) hat italienweit eine weitere Lieferung des Impfstoffs von Astra Zeneca beschlagnahmt. Den Dringlichkeitsantrag hatte die Staatsanwaltschaft von Biella gestellt. Dort war am Wochenende ein Lehrer wenige Stunden nach der Impfung mit einer Dosis aus der Charge ABV 5811 verstorben. Ob es einen Zusammenhang gebe, könne nur durch eine Autopsie geklärt werden und dafür brauche es Zeit, begründete die Staatsanwaltschaft die "vorsorgliche" Maßnahme.

Laut Sanitätsdirektor Pierpaolo Bertoli wurden Dosen aus der Charge ABV 5811 auch in Südtirol verimpft. Nun warte man im Sanitätsbetrieb auf eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Wie vielen Dosen aus der beschlagnahmten Lieferung in Südtirol genau verimpft wurden, wird derzeit erhoben.

Italienweit wurden bisher insgesamt 393.600 Dosen beschlagnahmt. Die Arzneibehörde AIFA hatte am vergangenen Donnerstag ebenfall eine Astrazeneca-Charge eingezogen, nachdem zwei Mitglieder des Heeres und ein Polizist auf Sizilien nach der Impfung gestorben waren. Die Justiz ermittelt bereits in insgesamt sieben Todesfällen, die mit der Astrazeneca-Impfung zusammenhängen könnten.

Bereits die bisherigen Ermittlungen lösten weitreichende Reaktionen aus. Es gab Tausende Abmeldungen für Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca. Allein in Venetien wurden seit Samstag 50 Prozent der geplanten Impftermine mit Astra Zeneca abgesagt, berichtete der Präsident der Region, Luca Zaia.

mk fm

					

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