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09. Mai 2021 aktualisiert um 09:21
Wirtschaft und Arbeit

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Homeoffice: Südtiroler wollen nicht mehr die ganze Woche „smart“ sein

Das Afi hat die Südtiroler Arbeitswelt im Smart Working erhoben. Das Fazit: Nach dem Notstand wollen viele weiter von Zuhause arbeiten – aber nicht mehr im Vollzeitmodus.
Quelle © Rai Tagesschau Büroalltag am Küchentisch
Büroalltag am Küchentisch
Die in der Frühjahrsausgabe des Afi-Barometers vertiefte Studie zum Thema Smart Working hat folgendes Bild ergeben: 35% der in Südtirol befragten Arbeitnehmer/Innen erklären, in letzter Zeit im Homeoffice gearbeitet zu haben, während 65% ausschließlich in Präsenz gearbeitet haben. 46% der öffentlich Bediensteten haben das Homeoffice als Arbeitsform selbst beansprucht - in der Privatwirtschaft nur jeder dritte Beschäftigte.

Vor allem Führungskräfte und Büroangestellte im Smart Working

„Unterschiede nach den Geschlechtern gibt es keine, allerdings beim Vertragstyp: 40% der unbefristet Beschäftigten haben im Homeoffice gearbeitet, bei den befristet Beschäftigten waren es nur 15%“, erklärt die Vizedirektorin des Arbeitsförderungsinstitutes Afi, Silvia Vogliotti.

Ungelernte Arbeitskräfte nicht im Smart Working

Was die Berufsgruppen betrifft, findet man unter den Smart Workern vor allem Führungskräfte, hochqualifizierte Fachkräfte und Büroangestellte. In allen drei Berufsgruppen übersteigt der Anteil der Smart Worker 50%. Weitaus weniger zum Einsatz kommt das Homeoffice bei kaufmännischen Tätigkeiten (19% der Befragten), im Dienstleistungsbereich (18%) und unter Facharbeitern (14%).

Kein einziger qualifizierter oder ungelernter Arbeiter hat erklärt, in der letzten Zeit im Homeoffice gearbeitet zu haben.

Idealvorstellung: Zwei bis dreimal die Woche im Homeoffice

Für das Smart Working nach dem Notstand kommen – immer nach Ansicht der Interviewten – Schulung und Weiterbildung, Leistungsprämien und Momente des Austauschs mit den Arbeitskollegen und Vorgesetzten in Präsenz besondere Bedeutung zu.

Laut dem Afi liest sich dabei aus der Befragung ab, dass es für die meisten Arbeitnehmer, die weiterhin Smart Working nutzen, ideal wäre, 2 bis 3 Tage in der Woche im Homeoffice arbeiten zu können.

hp

					

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