Tagesschau
09. Mai 2021 aktualisiert um 09:21
Politik und Institutionen

Zweite Corona-Wirtschaftshilfe

Hilfspaket über 40 Milliarden aus Rom

Der Finanz- und Wirtschaftsplan der Regierung enthält ein neues Hilfspaket über 40 Mrd. mit einem Moratorium für Kredite und Corona-Hilfen.
Quelle © Ansa Der Chigi-Palast in Rom
Der Chigi-Palast in Rom
Es ist bereits das zweite Hilfspaket, das die Regierung Draghi erlassen will. Diesmal umfasst es sogar noch einmal zehn Milliarden Euro mehr als das letzte Dekret: 40 Milliarden Euro. Mit diesen Unterstützungs-Massnahmen im Finanz- und Wirtschaftsplan für die nächsten Jahre steigt auch die Staatsverschuldung. 

Basis sind Verluste

Mit dem neuen Hilfspaket will die Regierung vor allem Betriebe und Selbstständige unterstützen, wobei die Beiträge sich im Unterschied zu bisher nach den tatsächlich erlittenen Verlusten richten. Zudem sollen nun auch die Fixkosten erstattet werden. Die Bezahlung von Steuern wird ebenfalls ausgesetzt. Das Parlament wird noch die dafür notwendige Haushaltsverschiebung verabschieden, was voraussichtlich Ende April geschehen wird.

Das Hilfspaket ist Teil des Finanz-und Wirtschaftsplans, den die Regierung verabschiedet hat. Darin vorgesehen ist auch ein Investitionsfonds über 30 Milliarden Euro. Dieser Fonds soll zusätzlich zum EU-Recovery-Fonds eingesetzt werden, um den Wirtschaftsaufschwung anzukurbeln. 

Rekordwerd bei Haushaltsdefizit 

Der Aufschwung ist  auch dringend notwendig, zumal das Haushaltsdefizit heuer von 9,5 auf 11,8 Prozent steigen wird und inzwischen den Rekordwert von fast dreitausend Milliarden Euro erreicht hat. Im Jahr 2021 rechnet die Regierung mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 4,5 Prozent im laufenden Jahr und von 4,8 Prozent 2022. Die Staatsverschuldung, die sich Ende 2020 auf 155,6 Prozent des BIP belief, wird der neuen Schätzung zufolge in diesem Jahr auf 159,8 Prozent und damit auf den höchsten Wert in der Nachkriegszeit klettern.

ka uvd 
 

					

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