Tagesschau
13. April 2021 aktualisiert um 18:09
Politik und Institutionen

Ausland

Italien/Türkei: Diplomatische Verschnupfung nach "SofaGate"

Der türkische Außenminister reagiert verärgert auf Draghis Kritik an Erdogan.
Quelle © Ansa Diplomatische Verschnupfung wegen
Diplomatische Verschnupfung wegen "SofaGate"
Ministerpräsident Draghi hat mit seinem Kommentar zur sogenannten „SofaGate“-Affäre offenbar in ein Wespennest gestochen. Im Laufe der Pressekonferenz über den Impfplan und die langsame Öffnung Italiens hatte Draghi auf die Frage eines Journalisten die „Deplatzierung“ von EU-Kommissionschefin von der Leyen auf einem Sofa verurteilt und Erdogan als „Diktator“ bezeichnet. Die Szene war im Vorfeld als „SofaGate“ international verurteilt worden, weil Erdogan für Frau von der Leyen keinen Stuhl neben sich und EU-Ratspräsident Charles Michel vorbereitet hatte. Nun hat die Türkei auf die Kritik Draghis reagiert.

“Wir verurteilen dezidiert die unkontrollierten Aussagen des ernannten italienischen Ministerpräsidenten Draghi über unseren gewählten Präsidenten Recep Tayyip Erdogan“

(Mevlut Cavusoglu, Außenminister Türkei)

Zuvor hatte die Türkei den italienischen Botschafter einberufen. Draghi ist mit seiner Kritik allerdings in guter Gesellschaft, denn international wurde die Ausgrenzung der EU-Kommissionschefin mehrfach kritisiert.
 
(zb/ansa)

					

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