Tagesschau
15. Mai 2021 aktualisiert um 21:59
Gesellschaft

Coronalockerungen

Pfadfinder wollen wieder zurück zu Gruppentreffen

Nach der Wiederaufnahme des Freizeitsports für Kinder fordern immer mehr Jugendverbände und Vereine die Zulassung von Gruppenstunden.
Quelle © Südtiroler Pfadfinder Die Südtiroler Pfadfinder wollen sich nicht mehr nur online treffen.
Die Südtiroler Pfadfinder wollen sich nicht mehr nur online treffen.
Nach der Katholischen Jungschar und Jugend machen jetzt auch die Südtiroler Pfadfinder Druck auf die Politik. Sie fordern die Erlaubnis für Gruppenstunden - zumindest im Freien. 

Die Südtiroler Pfadfinder zählen an die 600 Mitglieder. Seit einem Jahr, sagen die Verantwortlichen, versuchen sie, die Kinder und Jugendlichen mit Online-Gruppenstunden zu unterhalten und zusammenzuhalten. Doch jetzt gehe so langsam allen die Motivation für die Online-Treffen aus, beklagt die Verantwortliche des Landesbüros der Südtiroler Pfadfinder, Manuela Doria:

"Da wir unsere Kinder und Jugendlichen leider vernachlässigen mussten in dem letzten Jahr wird es jetzt wirklich Zeit sie zu unterstützen und ihnen eine Stimme zu verleihen, um aus dieser Situation herauszukommen."

Manuela Doria


Die Verantwortlichen der Pfadfinder wollten den Kindern und Jugendlichen jetzt dabei helfen, aus dieser Situation herauszukommen, sagt Doria:

"Auf jeden Fall von dieser sozialen Isolation, damit sie wieder Kontakt aufnehmen können mit den Freunden und vielleicht in einem sicheren Rahmen statt sich auswärts zu treffen."

Und es gehe auch um die ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen und -Leiter:

"Unser Problem sind auch unsere Ehrenamtlichen, weil wir haben wirklich versucht, viel online zu machen mit den Kindern, sie zu unterstützen, kleine Pakete als Gruppenstunden für daheim herzurichten, aber es ist einfach die Motivation sehr sehr zurückgegangen."


Nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei den ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen und -Leitern:

"Und das ist wirklich schade, weil das Ehrenamt in Südtirol ist bis jetzt immer sehr stark gewesen, aber so ist halt die Gefahr, dass das nicht weiter so sein könnte, wenn es so weitergeht."

Deshalb fordern die Südtiroler Pfadfinder die Landesregierung jetzt öffentlich auf, Kindern und Jugendlichen - zumindest in geschütztem Rahmen - wieder ein reales Beisammensein zu ermöglichen.

"Wir verlangen, bitten, oder verlangen, mittlerweile verlangen, dass wirklich Aktivitäten im Freien auch für uns wieder zugelassen werden mit der Einhaltung von allen Präventionsmaßnahmen auf jeden Fall, wir haben uns schon im September vorbereitet und haben alles angekauft zwischen Desinfektionsmitteln, Masken, wir haben Protokolle kreiert, Fiebermesser angekauft."

... und dennoch wurden die Gruppenstunden nach nur knapp einem Monat verboten. Aber jetzt wolle man unbedingt wieder neu anfangen, sagt Manuela Doria:

"Wir sind mit allem bereit, um die Gruppenstunden wieder aufzunehmen und wir hoffen, dass wir vom Land Unterstützung und vor allem eine Antwort bekommen, um unseren Kindern und Jugendlichen das wieder zu ermöglichen, einfach in der realen Welt wieder zusammenzuleben und wieder Freude an allem zu bekommen."

petr - mm

					

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