Tagesschau
28. Jänner 2022 aktualisiert um 16:59
Kunst und Kultur

Film

Dokumentarfilmer erhält „neuen“ Claus-Gatterer-Preis

Der Journalist Ed Moschitz erhält die neue Auszeichnung in Gedenken an Claus Gatterer. Nach dem Streit stiftet nun das Land Südtirol den Preis.
Quelle © Linkedin Ed Moschitz
Die Nominierung für die "Auszeichnung für hervorragenden Journalismus im Gedenken an Claus Gatterer" steht fest. Die siebenköpfige Jury hat sich gestern auf den diesjährigen Preisträger geeinigt: Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht an Ed Moschitz.

Ausgezeichnet wird der österreichische Journalist und Dokumentarfilmer für seine beiden Reportagen rund um Ischgl vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie für das ORF-Magazin "Am Schauplatz". 

Die ORF-Doku ist auch online auf youtube aufrufbar. 



Bereits im Frühjahr 2020, als sich in Ischgl das Coronavirus stark verbreitete, hat Moschitz die Wintersport-Hochburg für einen ersten Bericht besucht, um dann acht Monate später ein zweites Mal zurückzukehren. In seinem ersten Bericht "Ischgl im Ausnahmezustand" analysiert Moschitz das gesellschaftspolitische Innenleben und zeigt, wie es zur Katastrophe kommen konnte.

In seiner zweiten Reportage "Das große Schweigen – Wie Ischgl versucht Image und Wintersaison zu retten" zeigt Moschitz, wie Ischgl versucht, Corona hinter sich zu lassen, um wieder erfolgreich zu sein.
Auszeichnung für "verantwortungsvollen sowie engagierten Journalismus"

Neuer Anlauf nach dem Streit

Die neue "Auszeichnung für hervorragenden Journalismus im Gedenken an Claus Gatterer" ist der neue Preis nach den Streitigkeiten und Turbulenzen rund um die undurchsichtige Finanzierung des klassischen „Claus-Gatterer-Preis“, der seit jeher vom österreichischen Journalistenclub getragen wurde.

Die neue Auszeichnung wird vom Land Südtirol gestiftet. Laut Kulturlandesrat Philipp Achammer ist „die neue Auszeichnung, die ganz im Zeichen des Lebenswerkes von Claus Gatterer stehe, wichtig, "denn damit leisten wir einen Beitrag für den österreichischen und Südtiroler Qualitätsjournalismus". 

Bewertung durch sieben namhafte Jurorinnen und Juroren

Insgesamt 63 Beiträge aus Südtirol und Österreich wurden eingereicht und von sieben Jurymitgliedern bewertet: Lisa-Maria Gasser (Salto.bz), Nina Horaczek (Der Falter), Peter Huemer (Publizist und Journalist), Edith Meinhart (profil), Corinna Milborn (ProSieben.Sat1.PULS 4), Günther Pallaver (Michael-Gaismair-Gesellschaft) und Armin Wolf (ORF).

Vergeben wird der vom Land Südtirol gestiftete Preis vom Presseclub Concordia und der Michael Gaismair Gesellschaft Bozen mit Unterstützung der Gemeinde Sexten. Die journalistische Auszeichnung wird am 17. Juni 2021 in Claus Gatterers Heimatgemeinde Sexten offiziell verliehen.
 
hp/LPA

					

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