Tagesschau
15. Juni 2021 aktualisiert um 10:28
Politik und Institutionen

Südtirol

Sozialverbände auf dem Trockenen

Mehrere Sozialverbände beklagen, dass ihnen völlig überraschend vom Land Beiträge für das laufende Jahr nicht mehr gezahlt werden. Es geht um Geld für Kurse, Veranstaltungen oder Newsletter.
Quelle © Ansa  Südtirols Sozialverbände beklagen, dass ihnen ohne Ankündigung Mittel gestrichen wurden.
Südtirols Sozialverbände beklagen, dass ihnen ohne Ankündigung Mittel gestrichen wurden.
Dass in Zeiten wie diesen gespart werden muss, ist dem Präsidenten des Vereins Alzheimer, Ulrich Seitz, klar. Er beklagt aber, dass mit den Sozialverbänden nicht geredet wird und sie stattdessen vor vollendete Tatsachen gestellt werden. „10 Prozent der Wirtschaftsleistung Südtirols wird von ehrenamtlichen Organisationen gestemmt. Also wir müssten eigentlich an jedem Verhandlungstisch sitzen“, ärgert sich Seitz.
 
Sein Verein muss auf 9.000 Euro Beitrag verzichten, die Parkinson-Vereinigung auf 15.000 Euro. Vorerst, sagt die Direktorin des Landesamtes für Gesundheitsordnung, Veronika Rabensteiner. Bei guter Begründung könnte weiters Geld fließen, aber die Vereine sollten sich überlegen, „wo sie vielleicht etwas weglassen können, was vielleicht eine lieb gewonnene Gewohnheit, aber nicht mehr sinnvoll ist. Was könnte man digital machen, zum Beispiel mit Onlineveranstaltungen", fragt die Amtsdirektorin. Auch Sozialverbände müssten mit der Zeit gehen, so Rabensteiner.
 
(sk)

					

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