Tagesschau
04. August 2021 aktualisiert um 20:37
Chronik

Italien

Zwei Kinder und ein alter Mann bei Rom erschossen - Auch Schütze tot

In Ardea bei Rom hat ein 34-Jähriger zwei Kinder und einen älteren Mann erschossen. Das Motiv der Tat ist unklar.
Quelle © Ansa/Claudio Peri Daniel und David Fusinato
Daniel und David Fusinato
Zwei Kinder und ein älterer Mann sind nahe Rom erschossen worden - und auch der mutmaßliche Schütze ist tot. Die Tat geschah in Ardea, etwa 40 Kilometer südlich von Rom. Ein Mann schoss dort mit einer Waffe um sich. Zuerst traf er zwei Kinder, Daniel und David Fusinato, 10 und 5 Jahre alt. Beide starben noch am Tatort.

Als ein 74-jähriger Mann, Salvatore Ranieri, der mit dem Rad am Tatort vorbeifuhr, den Kindern zu Hilfe eilen wollte, wurde er auch erschossen.

Der Täter ist der 34-jähriger Andrea Pignani. Die Waffe, die er für seine Tat verwendete, dürfte die Pistole seines vor einem Jahr verstorbenen Vaters gewesen sein, der für eine Wach- und Schließgesellschaft gearbeitet hat. Pignani verschanzte sich nach der Tat in einer Wohnung. Spezialkräfte der Carabinieri positionierten sich auf der Straße und stürmten später die Wohnung. Dort wurde der Täter tot gefunden.


Der Tatort in Ardea bei Rom (Ansa/Claudio Peri) 

Erste Vermutungen, ein Streit sei eskaliert, bestätigten sich nicht. Der Schütze soll Zeutenberichten zufolge aus seinem Haus gekommen sein und das Feuer eröffnet haben. Mehrere Anrainer hatten der Polizei demnach Schüsse gemeldet.

Die Reaktionen

"Ich habe einen Anruf erhalten, den ich nie haben wollte", hieß es am Sonntagnachmittag in einer Mitteilung des Gesundheitsassessors der Region Latium. Die Rettungskräfte hätten mitgeteilt, dass die Notärzte zwei Kinder für tot erklärt hätten.

Der Bürgermeister der Stadt, Mario Savarese, sagte auf Rainews 24, der Mann habe schon zuvor Drohungen von sich gegeben. Er vermutete, dass der Mittdreißiger psychisch instabil gewesen sei. Warum er auf die drei Opfer feuerte, wisse man jedoch nicht. "Es ist absurd", sagte Savarese.

Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi drückte den Familien und der Gemeinde in Ardea ihre Anteilnahme aus. Ganz Rom sei in diesem "schrecklichen Moment der Trauer" bei ihnen. Auch andere Politiker und Parteichefs zeigten sich auf Twitter betroffen von dem Vorfall.

pm/apa 

					

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