Tagesschau
23. September 2021 aktualisiert um 09:37
Wirtschaft und Arbeit

Risikoeinstufung Covid-19

Südtirol ab 21. Juni weiß?

Die Coronalage in ganz Italien bessert sich. Nach Einschätzung des ISS-Chefs Brusaferro könnte ganz Italien bald schon weiß sein.
Quelle © Gemeinde Bozen Bald wieder weitgehend normales Leben am Waltherplatz wie im ganzen Land?
Bald wieder weitgehend normales Leben am Waltherplatz wie im ganzen Land?
Die Infektionsentwicklung in Italien gibt Anlass zur Hoffnung. Die Wocheninzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) liegt im gesamtitalienischen Durchschnitt bei 32. Alle italienischen Regionen liegen jetzt schon unter dem Wert von 50.

Daher könnte in der nächsten Woche könnte fast ganz Italien zur weißen Zone erklärt werden, sagte der Präsident der obersten italienischen Gesundheitsbehörde Silvio Brusaferro.

Die weißen Regionen

Bereits jetzt (seit 31.5.) sind Friaul-Julisch Venetien, Molise und Sardinen weiß. Ab kommendem Montag kommen Ligurien, Umbrien, Veneto und die Abruzzen als weiße Zonen dazu.

Am 14. Juni sind dann, wenn die Lage so bleibt wie derzeit, die Provinz Trient dran, die Lombardei, Latium, Piemont, Apulien und die Emilia-Romagna.

Südtirol ist dann voraussichtlich am 21.6 dran, als weiß eingestuft zu werden, gemeinsam mit Sizilien, den Marken, Toskana, Kalabrien, Basilikata und Kampanien. Gelb wäre dann nur noch Aosta, voraussichtlich bis zum 28. Juni.

Um als weiß eingestuft zu werden muss eine Region drei Wochen lang eine Wocheninzidenz von unter 50 aufweisen.

Die Lage in den Krankenhäusern

Im Februar vor einem Jahr musste in Codogno in der Lombardei der erste Corona-Patient ganz Italiens behandelt werden. Nun schloss Codogno seine Corona-Abteilung. Der letzte Patient wurde gestern entlassen.

Nach Aussagen des Chefs der Obersten italienischen Gesundheitsbehörde ISS Brusaferro liegt das durchschnittliche Alter der Covid-Positiven mittlerweile unter 40. Etwa drei von vier Infektionen verliefen derzeit beinahe gänzlich ohne Symptome.

In keiner Region liegt die Belegung der Intensivstationen über dem kritischen Wert.

Die sinkenden Zahlen besonders bei über 60-Jährigen führt Brusaferro auf die Impfung zurück.

Selbst ein Ende der lästigen Maskenpflicht ist denkbar. Wann? Laut Brusaferro muss dazu noch der Anteil der Geimpften steigen.

pm/pg 

					

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