Tagesschau
23. Juli 2021 aktualisiert um 21:00
Gesundheit

AstraZeneca

Ausgetauschte Zweitimpfung

Alle unter 60-Jährigen, die mit AstraZeneca erstgeimpft wurden, erhalten ab der zweiten Impfung den Impfstoff von BioNtech-Pfizer. Diese Regelung wird laut Sanitätsbetrieb schon angewandt.
Quelle © EPA/Ritchie B. Tongo Der Impfstoff von AstraZenca
Der Impfstoff von AstraZenca
Die Vorgabe kommt vom Gesundheitsministerium. Die Umsetzung hat jetzt der Sanitätsbetrieb beschlossen: Alle unter 60-Jährigen, die in den vergangenen Wochen die Erstimpfung mit dem Imfpstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca erhalten haben, bekommen beim zweiten Impftermin keinen Impfstoff von AstraZeneca mehr. Aufgrund möglicher neuer aufgetretener Komplikationen will das Gesundheitsministerium keine weiteren Risiken eingehen. Und deshalb werden alle unter 60-Jährigen keinen AstraZeneca-Impfstoff mehr erhalten.

In Südtirol gibt es Pfizer

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat sich nun an die Vorgaben angepasst. Und das bedeutet: Alle unter 60-Jährigen in Südtirol, die eine Erstdosis von AstraZeneca erhalten haben, bekommen seit dem Wochenende schon die Zweitimpfung des deutsch-amerikanischen Herstellers BioNtech-Pfizer. Damit sollen mögliche aber sehr seltene Thrombose-Erkrankungen vor allem bei jüngeren Frauen verhindert werden.  Von dieser angepassten Impfstrategie sind in dieser und in den nächsten Woche 8.500 Personen betroffen. Laut Sanitätsbetrieb ist genügend Impfstoff von BioNtech-Pfizer vorhanden, um alle Impfungen durchführen zu können.

Zweiter Impftermin bleibt

Der geänderte Impfplan für die Zweitimpfung bringt für die Betroffenen zeitlich jedoch keine Änderung mit sich. Der bereits mitgeteilte Termin für die Zweitimpfung bleibt aufrecht, auch wenn ein anderer Impfstoff verimpft wird. Das bedeutet nach der Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten Personen unter 60 Jahren innerhalb von acht bis zwölf Wochen eine Zweitimpfung mit BioNtech-Pfizer.  

Johnson&Johonson nur mehr für Über-60-Jährige

Änderungen gibt es auch beim Impfstoff des US-Herstellers Johnson&Johnson. Der wurde bisher nur 3.441 Mal in Südtirol verimpft. Vor allem Hausärzte hatten diesen Impfstoff in ihren Praxen lagernd. Praktisch ist dieser Impfstoff deshalb, weil nur eine einzige Impfdosis vorgesehen ist. Trotzdem wird auch dieser Impfstoff aufgrund möglicher Nebenwirkungen nur mehr an Personen verimpft, die älter als 60 Jahre sind.  
 
hase/vv

					

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